Christian Heidel: "Viel schlimmer geht es nicht"

Schalke steht unter Schock

Das dritte Kölner Tor gab ihm den Rest. Clemens Tönnies verließ seinen Tribünenplatz in der Veltins-Arena und verschwand in den Katakomben des Stadions. Frustriert, enttäuscht, sauer. Und mit diesem Gemütszustand war der Schalke-Boss sicherlich nicht allein. Denn in dieser 83. Minute, die Schalkes vierte Bundesliga-Niederlage in Folge perfekt machte, begann eine Massenflucht der Schalker Anhänger.

GELSENKIRCHEN

23.09.2016, 06:06 Uhr / Lesedauer: 2 min
Bilder der Bundesliga-Partie des FC Schalke 04 gegen den 1. FC Köln.

Bilder der Bundesliga-Partie des FC Schalke 04 gegen den 1. FC Köln.

Bloß schnell weg vom Ort des Schreckens, so hieß die Devise. So zügig hat sich die Veltins-Arena selten geleert wie nach der 1:3-Niederlage gegen den 1. FC Köln. „Wir dürfen jetzt nicht den Kopf verlieren“, sagte Benedikt Höwedes, der sichtlich um Worte ringen musste. Es habe sich auch viel zum Positiven entwickelt“, so der Schalker Mannschaftskapitän.

Aber was? Fußball ist nun einmal ein Ergebnissport, die Resultate sprechen eine eindeutige Sprache. Ein mickriges Tor in vier Bundesligaspielen hat Schalke erzielt, acht Gegentreffer kassiert. „Viel schlimmer geht es nicht. Wenn man vier Spiele absolviert und keines davon gewonnen hat, dann ist eine Steigerung nach unten kaum noch möglich“, erklärte Manager Christian Heidel, der sich den Saisonstart in der Bundesliga sicherlich ganz anders vorgestellt hatte.

Ausnahme Bentaleb

Doch es gibt erschreckende Defizite in allen Mannschaftsteilen. Die Abwehr ist saisonübergreifend seit 15 Bundesligaspielen in Serie immer für mindestens ein Gegentor gut. Köln brauchte nur auf Schalker Fehler zu lauern, das reichte, um drei Punkte mitzunehmen. Im Mittelfeld gibt es zurzeit mit Ausnahme von Bentaleb keinen Akteur, der das Schalker Spiel ordnen und mit Ideen versehen kam. Der von Weinzierl im Vorfeld noch Hochgelobte Max Meyer war gegen die Kölner eine einzige Enttäuschung.

Und im Angriff werden die wenigen Torchancen, die sich Schalke erspielt, auch noch kläglich vergeben. Dennoch sieht Heidel (noch) keinen Anlass zu einem „Weckruf“ für Fährmann und Co. „Es gibt keinen Grund für ein Donnerwetter in der Kabine. Denn die Mannschaft hat auf dem Platz alles versucht. Da kann ihr niemand einen Vorwurf machen,“ so der 53-Jährige.

Nastasic fehlte

Fragen darf man sich aber schon, warum zum Beispiel der zuletzt zuverlässige Innenverteidiger Nastasic nur auf der Ersatzbank saß. Begründung von Weinzierl: Der Serbe habe im Hertha-Spiel einen Schlag abbekommen und sei nicht ganz fit. Doch gestern war im Training davon nichts zu erkennen. Nastasic trainierte normal mit.

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Bundesliga, 4. Spieltag: FC Schalke 04 - 1. FC Köln 1:3 (1:1)

Bilder der Bundesliga-Partie zwischen dem FC Schalke 04 und dem 1. FC Köln.
21.09.2016
/
Bilder der Bundesliga-Partie des FC Schalke 04 gegen den 1. FC Köln.© Foto: dpa
Bilder der Bundesliga-Partie des FC Schalke 04 gegen den 1. FC Köln.© Foto: imago
Bilder der Bundesliga-Partie des FC Schalke 04 gegen den 1. FC Köln.© Foto: dpa
Bilder der Bundesliga-Partie des FC Schalke 04 gegen den 1. FC Köln.© Foto: dpa
Bilder der Bundesliga-Partie des FC Schalke 04 gegen den 1. FC Köln.© Foto: dpa
Bilder der Bundesliga-Partie des FC Schalke 04 gegen den 1. FC Köln.© Foto: dpa
Bilder der Bundesliga-Partie des FC Schalke 04 gegen den 1. FC Köln.© Foto: imago
Bilder der Bundesliga-Partie des FC Schalke 04 gegen den 1. FC Köln.© Foto: imago
Bilder der Bundesliga-Partie des FC Schalke 04 gegen den 1. FC Köln.© Foto: imago
Bilder der Bundesliga-Partie des FC Schalke 04 gegen den 1. FC Köln.© Foto: dpa
Bilder der Bundesliga-Partie des FC Schalke 04 gegen den 1. FC Köln.© Foto: imago
Bilder der Bundesliga-Partie des FC Schalke 04 gegen den 1. FC Köln.© Foto: dpa
Bilder der Bundesliga-Partie des FC Schalke 04 gegen den 1. FC Köln.© Foto: imago
Bilder der Bundesliga-Partie des FC Schalke 04 gegen den 1. FC Köln.© Foto: imago
Bilder der Bundesliga-Partie des FC Schalke 04 gegen den 1. FC Köln.© Foto: imago
Bilder der Bundesliga-Partie des FC Schalke 04 gegen den 1. FC Köln.© Foto: imago
Bilder der Bundesliga-Partie des FC Schalke 04 gegen den 1. FC Köln.© Foto: imago
Bilder der Bundesliga-Partie des FC Schalke 04 gegen den 1. FC Köln.© Foto: dpa
Bilder der Bundesliga-Partie des FC Schalke 04 gegen den 1. FC Köln.© Foto: dpa
Bilder der Bundesliga-Partie des FC Schalke 04 gegen den 1. FC Köln.© Foto: dpa
Bilder der Bundesliga-Partie des FC Schalke 04 gegen den 1. FC Köln.© Foto: dpa
Bilder der Bundesliga-Partie des FC Schalke 04 gegen den 1. FC Köln.© Foto: dpa
Bilder der Bundesliga-Partie des FC Schalke 04 gegen den 1. FC Köln.© Foto: dpa
Bilder der Bundesliga-Partie des FC Schalke 04 gegen den 1. FC Köln.© Foto: dpa
Bilder der Bundesliga-Partie des FC Schalke 04 gegen den 1. FC Köln.© Foto: dpa
Bilder der Bundesliga-Partie des FC Schalke 04 gegen den 1. FC Köln.© Foto: dpa
Bilder der Bundesliga-Partie des FC Schalke 04 gegen den 1. FC Köln.© Foto: dpa
Bilder der Bundesliga-Partie des FC Schalke 04 gegen den 1. FC Köln.© Foto: dpa
Bilder der Bundesliga-Partie des FC Schalke 04 gegen den 1. FC Köln.© Foto: dpa
Bilder der Bundesliga-Partie des FC Schalke 04 gegen den 1. FC Köln.© Foto: dpa
Bilder der Bundesliga-Partie des FC Schalke 04 gegen den 1. FC Köln.© Foto: dpa
Bilder der Bundesliga-Partie des FC Schalke 04 gegen den 1. FC Köln.© Foto: dpa
Bilder der Bundesliga-Partie des FC Schalke 04 gegen den 1. FC Köln.© Foto: dpa
Bilder der Bundesliga-Partie des FC Schalke 04 gegen den 1. FC Köln.© Foto: dpa
Bilder der Bundesliga-Partie des FC Schalke 04 gegen den 1. FC Köln.© Foto: dpa
Bilder der Bundesliga-Partie des FC Schalke 04 gegen den 1. FC Köln.© Foto: dpa
Bilder der Bundesliga-Partie des FC Schalke 04 gegen den 1. FC Köln.© Foto: dpa
Bilder der Bundesliga-Partie des FC Schalke 04 gegen den 1. FC Köln.© Foto: dpa
Schlagworte

Eine Pause hätte eher Naldo gebrauchen können, der bei zwei Kölner Gegentoren ganz alt aussah. Solche Abwehrschnitzer darf sich Schalke am Sonntag (17.30 Uhr) gegen Hoffenheim nicht leisten, sonst droht die Negativserie weiterzugehen. Und Clemens Tönnies müsste sich erneut sauer und enttäuscht auf den Heimweg machen.

Trainer Weinzierl wird sich etwas einfallen lassen müssen, um die Trendwende zu schaffen. Er hat schon einiges probiert, doch ein intaktes Ensemble hat er noch nicht gefunden. Der 41-Jährige wirkte schon ein bisschen ratlos, als er feststellte: „Wir haben ein Spiel verloren, dass du nicht verlieren darfst. Ich habe keine vier Niederlagen zu Beginn erwartet.“ Aber das ist die bittere Realität.