Der BVB sinnt im 143. Revier-Derby auf Revanche

Licht oder Schatten

143 Duelle alt und kein bisschen langweilig: Noch immer ist das Revier-Derby zwischen dem FC Schalke 04 und Borussia Dortmund das Fußballspiel des Jahres - zumindest oberhalb des Weißwurst-Äquators. Während Königsblau genug mit sich selbst beschäftigt ist, brennt Schwarzgelb auf Revanche.

DORTMUND

26.10.2013, 10:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Das Revierderby ist auch das Duell zwischen den beiden Trainern Jürgen Klopp (r.) und Jens Keller.

Das Revierderby ist auch das Duell zwischen den beiden Trainern Jürgen Klopp (r.) und Jens Keller.

Eine lockere Sache also für den BVB? Mitnichten, denn das Derby hat schon häufig seine ganz eigenen Geschichten geschrieben. Noch immer sind in beiden Städten die Erinnerungen frisch an die beiden Schalker 2:1-Siege in der vergangenen Spielzeit. Schon damals war der BVB in der Tabelle weit enteilt, im Derby aber gab es dann nichts zu holen für das Team von Jürgen Klopp. „Die beiden Niederlagen gegen die Blauen haben einen Schatten auf die vergangene Saison geworfen“, erklärte der 46-Jährige fast schon philosophisch, „wir haben vor, diesmal deutlich besser zu spielen.“

Jens Keller, sein Schalker gegenüber, schöpft genau aus diesen beiden Siegen Mut. „Dortmund war damals auch dominant, trotzdem haben wir beide Spiele gewonnen“, sagte er fast schon mit dem Mute der Verzweiflung. Denn personell sind die Königsblauen weiterhin extrem gebeutelt. Klaas-Jan Huntelaar, Jefferson Farfan und Marco Höger fallen aus, die körperliche Verfassung von Hoffnungsträger Kevin-Prince Boateng ist zudem fraglich. Gegen Chelsea war der Ex-Dortmunder nach 45 Minuten platt, heute muss er dennoch die Last der Verantwortung tragen. Seine Kollegen hat er vorsorglich schon einmal in die Pflicht genommen: „Wir müssen als Team auftreten“, forderte der neue Schalke-Leader, „dann wird es ein richtig heißes Duell.“

Auf Schalke verzichtete man diesmal vorab darauf, verbale Reizpunkte zu setzen. Viel zu sehr ist man in Gelsenkirchen derzeit mit den eigenen Problemen beschäftigt, als das man sich auch noch um den BVB kümmern könnte. Manager Horst Heldt verpasste sich gar einen Maulkorb. Und auch von Dortmunder Seite kamen allenfalls leichte Sticheleien. Spiele gegen den Revierrivalen hätten nicht mehr oberste Priorität, erklärte beispielsweise BVB-Boss Hans-Joachim Watzke. Damit war das Vorspiel allerdings auch schon beendet.

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