Di Matteos Auswahl steht heute unter Druck

Schalke empfängt Hoffenheim

Mit dem heutigen Gegner 1899 Hoffenheim verbindet der FC Schalke 04 keine guten Erinnerungen. Zwei Tage nach der 1:2-Niederlage im Kraichgau am 4. Oktober 2014 musste Trainer Jens Keller die Koffer packen. Sein Nachfolger wurde Roberto Di Matteo, der die Königsblauen zwar wieder in Champions-League-Regionen führte, aber nach vier Pflichtspielen ohne Sieg nun auch unter Druck gerät.

GELSENKIRCHEN

07.03.2015, 09:42 Uhr / Lesedauer: 1 min
Steht nach viert Partien ohne Sieg unter Druck: Schalkes Trainer Roberto Di Matteo.

Steht nach viert Partien ohne Sieg unter Druck: Schalkes Trainer Roberto Di Matteo.

1899 Hoffenheim könnte die Königsblauen mit einem Sieg in der Veltins-Arena (Samstag, 15.30 Uhr/Sky) überholen. Das würde die ohnehin schon schlechte Stimmung rund um den FC Schalke 04 weiter abkühlen lassen und das Saisonziel Champions-League-Qualifikation erheblich gefährden.

"Positiv denken"

„Wir wissen das“, sagte Roberto Di Matteo, „aber wir müssen positiv denken. Das ist die Nachricht, die ich der Mannschaft gegeben habe. Hoffenheim ist eine Mannschaft, die gern Tore schießt, aber auch viele kassiert hat.“  

Hoffenheims Trainer Markus Gisdol erwartet bei der Rückkehr an seine frühere Wirkungsstätte - zwischen 2011 und 2012 war er Schalker Co-Trainer - eine schwierige Aufgabe. „Schalke wird taktisch nicht alles über den Haufen werfen. Sie haben jetzt gerade alle viel Druck, sind aber auch total sensibilisiert“, betont der 45-Jährige.

Auf Platz elf angefangen

Ein bisschen offensiver wird Di Matteo seine Mannschaft wohl ausrichten, um so die Chance auf Wiedergutmachung für die Derby-Schmach zu erhöhen. Manager Horst Heldt geht davon aus, dass die Niederlage in Dortmund noch länger nachwirken wird. „Dieses Erlebnis wird noch in den Köpfen bleiben, aber heute müssen wir es ausblenden. Man sollte sich auch nicht verrückt machen lassen,“ betont der 45-Jährige.

Ähnlich argumentiert Di Matteo: „Man muss versuchen, objektiv zu bleiben. Vor drei Wochen standen wir auf Platz drei, das haben wir uns erarbeitet. Ich habe hier auf Platz elf angefangen.“

Konstanz bleibt ein Dauerproblem

Dennoch bleibt die mangelnde Konstanz der Schalker Kicker ein Dauerproblem, das viele Diskussionen innerhalb des Vereins provoziert. Deshalb sind heute nicht nur mehr Leidenschaft und Spielwitz gefragt, sondern auch gute Nerven. „Wir müssen an die eigenen Qualitäten glauben und dürfen keine Angst haben“, fordert Heldt, und: „Es wird vom Charakter abhängen, wie wir uns dieser schwierigen Aufgabe stellen.“

Bei dieser Mission wird wahrscheinlich Joel Matip mithelfen. Zwei Wochen nach seinem Muskelfaserriss scheint er einsatzfähig zu sein.

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