Die Zweifel als lästiger Begleiter

Fährmann sucht Stabilität

Ralf Fährmann bat um Verständnis. Der Torwart wollte sich nach dem 2:1-Erfolg in Hamburg nicht äußern. Die Nachwirkungen einer Magen- und Darmgrippe machten ihm immer noch zu schaffen. Dass er sich zur Verfügung stellte, könnte sich als Bärendienst in eigener Sache erweisen, machte er doch zum Teil eine unglückliche Figur.

GELSENKIRCHEN

04.10.2011, 20:04 Uhr / Lesedauer: 2 min
Ein Bild aus dem Jahr 2011: Die alte und die neue Nummer 1 im Schalker Tor -  Manuel Neuer (.r) und Ralf Fährmann tauschten bei ihrem ersten Aufeinandertreffen 2011 die Trikots.

Ein Bild aus dem Jahr 2011: Die alte und die neue Nummer 1 im Schalker Tor - Manuel Neuer (.r) und Ralf Fährmann tauschten bei ihrem ersten Aufeinandertreffen 2011 die Trikots.

Dass Leverkusens Torhüter René Adler zuletzt schon als Neuzugang auf Schalke gehandelt wurde, wird von der Schalker Führungsebene heftig dementiert. Sogar Co-Trainer Seppo Eichkorn schaltete sich in Hamburg in die Diskussion ein und verwies ein Schalker Interesse an Adler ins Reich der Fabel.Fährmann genießt zwar bei den eigenen Anhängern einen enormen Sympathiebonus, weil er sich zum Beispiel bei seinem Wechsel nach Frankfurt extra eine Ausstiegsklausel für Schalke festschreiben ließ, doch von unbegrenzter Dauer ist solch ein Vertrauensvorschuss sicherlich nicht.

Schon in Frankfurt wollte der 23-Jährige sich zu einer stabilen Nummer eins entwickeln. Doch unglückliche Ereignisse verhinderten seinen sportlichen Durchbruch. So brach sich Fährmann in seinem ersten Frankfurt-Jahr in der Vorbereitung die Hand und erkrankte in der Winterpause an einer Lungenentzündung. Fährmann: „Das hat mich weit zurückgeworfen.“ Auch nach seiner Rückkehr zu seinem Herzensklub blieb Fährmann nicht von Verletzungen verschont. Beim ersten Pflichtspiel im DFB-Pokal in Teningen musste er von Lars Unnerstall ersetzt werden, weil ihn ein Faserriss in der Kniekehle außer Gefecht setzte.

Auch das könnte mit ein Grund dafür sein, dass Fährmann sich auf Schalke noch nicht zu der erwünschten stabilen Nummer eins entwickelt hat. Dass dies klappen wird, davon ist Ralf Fährmann allerdings überzeugt. Sein Motto auf diesem Weg lautet: „Ich konzentriere mich nur auf mich und meine Leistungen.“

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