Domenico Tedesco: „Wir müssen den Punkt akzeptieren“

Kleiner Rückschlag für Schalke

Schalke zeigt gegen Wolfsburg eine gute Leistung, muss sich aber mit einem Punkt zufrieden geben. Trainer Domenico Tedesco akzeptiert das Ergebnis - und fordert gegen Freiburg einen ähnlich engagierten Auftritt wie gegen die „Wölfe“ in den ersten 45 Minuten.

GELSENKIRCHEN

29.10.2017, 12:49 Uhr / Lesedauer: 2 min
Schalke-Trainer Domenico Tedesco sah gegen Wolfsburg einen guten Auftritt seiner Mannschaft.

Schalke-Trainer Domenico Tedesco sah gegen Wolfsburg einen guten Auftritt seiner Mannschaft. © Guido Kirchner

Der eingewechselte Divock Origi sicherte Wolfsburg den glücklichen Punkt erst in letzter Sekunde (90.+3), nachdem Nabil Bentaleb die Königsblauen per Foulelfmeter (44.) in Front geschossen hatte. „Es tut weh, wenn man so spät noch das Gegentor kassiert. Das darf nicht passieren“, bilanzierte Schalkes Abwehrchef Naldo.

„Man kann beide Elfmeter geben“

Gleich zweimal musste in der turbulenten Partie der Videobeweis zurate gezogen werden. Bentalebs Treffer ging eine Attacke von Joshua Guilavogui an Thilo Kehrer voraus. Und in der 60. Minute entschied Schiedsrichter Markus Schmidt nach Ansicht der Bilder auf der anderen Seite auf Strafstoß, weil Naldo sich unfair gegen Yannick Gerhardt durchgesetzt haben soll. „Man kann beide Elfmeter geben, muss es aber nicht“, befand Schalkes Abwehrspieler Kehrer.


Ausgerechnet Rückkehrer Mario Gomez ließ die Ausgleichschance mit einem satten Schuss über das Tor von Ralf Fährmann zunächst liegen. „Ich habe mich zu sehr mit den schlechten Platzverhältnissen beschäftigt und bin weggerutscht“, beschrieb der Nationalspieler seinen Fauxpas beim Strafstoß. Gomez war froh, dass am Ende erneut ein Punkt heraussprang, zumal er den Treffer auflegte. „Wir haben eine absolut geile zweite Halbzeit gespielt. Es hat sich so angefühlt, als liefe Schalke hinterher. Wenn wir mit dieser Mentalität weiterspielen, werden die Dreier ganz schnell kommen.“

„Haben den Sieg ein Stück weit schon gespürt“

Vorerst aber bleiben die Niedersachsen im unteren Mittelfeld der Tabelle hängen. Auch Schmidt weiß, dass „wir nur mit Unentschieden da unten nicht wegkommen“. Doch der Schweizer lobt die Moral seiner Truppe und ist sicher: „Irgendwann werden wir den Bock umstoßen und den ersten Sieg feiern.“

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Bundesliga, 10. Spieltag: FC Schalke 04 - VfL Wolfsburg 1:1 (1:0)

28.10.2017
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Bilder der Bundesliga-Partie zwischen dem FC Schalke 04 und dem VfL Wolfsburg.© dpa
Bilder der Bundesliga-Partie zwischen dem FC Schalke 04 und dem VfL Wolfsburg.© dpa
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Schlagworte Bundesliga, Fußball,

Für Schalke war es nach zuletzt drei Pflichtspielsiegen (zwei in der Bundesliga plus Pokalerfolg in Wiesbaden) ein kleiner Rückschlag, auch wenn Platz fünf verteidigt wurde. „Wir haben den Sieg ein Stück weit schon gespürt“, sagte Trainer Domenico Tedesco, der gleichwohl von der besten ersten Halbzeit sprach, „seit ich hier Trainer bin“. Am Ende konnte der Deutsch-Italiener mit dem Ergebnis leben. „Wir müssen den Punkt akzeptieren und gegen Freiburg ähnlich agieren wie im ersten Durchgang.“

Disput zwischen Heidel und Rebbe

Sportvorstand Christian Heidel, der sich an der Seitenlinie mit VfL-Manager Olaf Rebbe einen Disput lieferte, zeigte sich ebenfalls versöhnt. Rebbe warf er vor, die Schiedsrichter von der Bank aus ständig beeinflussen zu wollen. „Das gehört sich nicht in dieser Art und Weise“, schimpfte Heidel, beruhigte sich aber schnell wieder, auch wenn er nach dem späten Ausgleich enttäuscht war. „Ich bin der letzte Mensch, der da keine Emotionen zeigt. Das habe ich Olaf Rebbe gesagt. Damit ist die Geschichte erledigt, kein Drama.“

Von dpa

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