Dürftiger Punkteschnitt von Trainer Breitenreiter

Noch schwächer als Di Matteo

Es ist eine Art Schleudersitz: In den letzten zehn Jahren gaben sich die Trainer beim FC Schalke 04 die Klinke in die Hand. Elf Trainer versuchten innerhalb von zehn Jahren die Königsblauen zu mehr Stabilität zu führen. Doch alle scheiterten schon vor Ende ihrer Vertragslaufzeit, mit Ausnahme von Ralf Rangnick in seiner zweiten Amtsperiode.

GELSENKIRCHEN

27.04.2016, 06:21 Uhr / Lesedauer: 1 min
Bei André Breitenreiter deutet sich mehr und mehr an, dass er seinen Vertrag bis 2017 nicht erfüllen darf.

Bei André Breitenreiter deutet sich mehr und mehr an, dass er seinen Vertrag bis 2017 nicht erfüllen darf.

Bei dieser Rechnung sind noch nicht einmal alle Übungsleiter berücksichtigt, die in diesem Zeitraum nur ein Spiel auf der Bank saßen. Auch bei André Breitenreiter deutet sich mehr und mehr an, dass er seinen Vertrag bis 2017 nicht erfüllen darf.

Ernüchternd

Vor allem sein Punkteschnitt ist ernüchternd. In 31 Bundesligaspielen brachte es der 42-Jährige nur auf einen Schnitt von 1,45 Zähler. Das ist natürlich viel zu wenig, um hochgesteckte Ziele zu erreichen. Für einen Champions-League-Platz gilt als Richtwert ein Punkteschnitt von zwei.

Hatten die Schalker Anhänger geglaubt, dass es nach dem farb- und erfolglosen Roberto Di Matteo nicht noch schlimmer kommen könnte, so werden sie bis jetzt eines Schlechteren belehrt: Di Matteo hatte mit 1,48 Zählern pro Spiel bisher sogar noch einen besseren Punktwert als Breitenreiter.

Ziel nicht zu erreichen

Unter dessen Leitung waren die Königsblauen zwar fulminant gestartet und schlossen mit 27 Punkten die Hinrunde in Reichweite auf einen Champions-League-Platz ab. Doch ein Ziel von Breitenreiter, in der Rückrunde mehr Zähler zu holen, ist jetzt schon nicht mehr zu realisieren. Bestenfalls kann Schalke in der Rückrunde wieder auf 27 Punkte kommen, vorausgesetzt es gelingen drei Siege in den letzten drei Partien.

Ein Ex-Schalker schwimmt dagegen auf einer sensationellen Erfolgswelle. Christian Fuchs steht mit Außenseiter Leceister City vor dem Gewinn des Meistertitels in der Premier League. Das nötigt auch Ralf Fährmann großen Respekt ab. "Damit hätte vor der Saison niemand gerechnet. Ich freue mich für Christian. Wenn der Titel unter Dach und Fach ist, hat der Fußballgeschichte geschrieben", so der Schalker Schlussmann.

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