FC Schalke 04 widerspricht Weinzierl im ÖFB-Streit

Ex-Trainer als Nationalcoach gehandelt

Markus Weinzierl wirft seinem Noch-Arbeitgeber Schalke 04 vor, nicht die Freigabe für ein Engagement als österreichischer Nationaltrainer erhalten zu haben. Schalkes Sportvorstand wiedersprach nun dieser Darstellung. Indessen hat der österreichische Fußball-Bund (ÖFB) einen Ersatz für Weinzierl gefunden.

Gelsenkirchen

01.11.2017, 13:19 Uhr / Lesedauer: 2 min
Markus Weinzierl wird nicht Nationaltrainer Österreichs.

Markus Weinzierl wird nicht Nationaltrainer Österreichs. © picture alliance / Ina Fassbende

Der FC Schalke 04 hätte seinen ehemaligen Trainer Markus Weinzierl für ein Engagement als Teamchef der österreichischen Fußball-Nationalmannschaft unter Umständen freigegeben. „Es gab eine Anfrage des österreichischen Verbands, ob wir bereit wären, Markus Weinzierl aus seinem Vertrag zu entlassen. Darauf haben wir ‚Ja‘ gesagt“, erklärte Schalkes Vereinssprecher Thomas Spiegel am Mittwoch auf dpa-Anfrage. Danach habe es jedoch „keine weitere Kontaktaufnahme“ mehr gegeben - und für den Bundesligisten war der Fall damit offenbar erledigt.

„Kann die Vorwürfe nicht nachvollziehen“

„Ich kann die Vorwürfe nicht nachvollziehen“, sagte Schalkes Sportvorstand Christian Heidel dem Internet-Portal „derwesten.de“. „Einwände“ habe es nicht gegeben. „Allerdings hat sich danach von Beraterseite und von Seiten des ÖFB niemand mehr bei uns gemeldet.“

Weinzierl war nach der Trennung von Teamchef Marcel Koller beim ÖFB einer der Kandidaten für dessen Nachfolge. In einem Interview der österreichischen Zeitung „Kurier“ erweckte Weinzierl den Eindruck, dass ein Engagement in Österreich an der Freigabe-Verweigerung des Revierklubs gescheitert sei. Er habe dem Verband abgesagt, weil „Schalke keine Gespräche geführt hat über eine mögliche Vertragsauflösung“. Sein Ex-Klub habe erst gar keinen Gespräche aufgenommen. „Keine Ahnung warum. Dadurch war es dann gar nicht mehr möglich, weitere Gespräche zu führen“, sagte Weinzierl, für den es eine „interessante Aufgabe“ gewesen wäre.

Kontrakt noch bis 2019

Der Kontrakt des 42-Jährigen, der auf Schalke nach einem Jahr vor der Saison beurlaubt worden war, läuft noch bis 2019. Für ein Engagement in Österreich hätten sich alle Beteiligten einigen müssen. Inzwischen hat der ÖFB zum 1. Januar 2018 Franco Foda als Teamchef eingestellt.

Von dpa

Lesen Sie jetzt