Finanzspritze für Schalke

Magath will Hannover-Spiel verlegen

GELSENKIRCHEN Erleichterung beim FC Schalke 04: Am Donnerstag Abend hat der Rat der Stadt Gelsenkirchen – wie nicht anders zu erwarten war – den insgesamt 25,5 Millionen-Euro-Deal mit der Stadttochter GEW abgesegnet.

von Von Frank Leszinki

, 12.11.2009, 20:32 Uhr / Lesedauer: 2 min
Bereit, das Spiel gegen Hannover zu verlegen: Felix Magath.

Bereit, das Spiel gegen Hannover zu verlegen: Felix Magath.

Außerdem sind Veränderungen im Kader des Lizenzspielerbereichs zu erwarten. Ob Leistungsträger schon im Winter verkauft werden müssen, hängt auch von der sportlichen Entwicklung bis zum Jahresende ab. Apropos Sport: Die Rückkehr zur Normalität – sie fiel auch am Donnerstag den Schalker Spielern nach dem Selbstmord von Nationalmannschafts-Torhüter Robert Enke noch enorm schwer. Manuel Neuer und Heiko Westermann kehrten zwar ins Mannschaftstraining zurück, wollten verständlicherweise über ihr Gefühlsleben jedoch nicht sprechen. Zu tief sitzt bei ihnen noch der Schock über den plötzlichen Tod ihres Nationalmannschaftskameraden, der sich so großer Wertschätzung auf und neben dem Fußballplatz erfreute.

Dass Hannover 96 über eine Verlegung des nächsten Bundesligaspiels, das am 21. November beim FC Schalke 04 stattfinden soll, nachdenkt, findet bei den Königsblauen volles Verständnis. „Wir haben Hannover den Vorschlag gemacht, diese Partie zu verlegen. Es dürfte kein Problem sein, dieses Spiel an einem Wochentag nachzuholen“, sagte Trainer Felix Magath am Donnerstag Nachmittag nach dem Training. Darüber will Magath mit seinem Managerkollegen Jörg Schmadtke in Kürze sprechen. Magath: „Hannover will erst am Montag wieder das Training aufnehmen. Dann wird sich erst zeigen, wie die Spieler damit fertig werden, dass Robert Enke nicht dabei ist. In dieser ungemein schwierigen psychologischen Situation, die es in der Bundesliga so noch nie gegeben hat, ist es aus meiner Sicht besser, das Spiel an einem anderen Termin auszutragen.“ Wer den FC Schalke 04 am Sonntag bei der Trauerfeier für Robert Enke außer den Nationalspielern Neuer und Westermann vertreten wird, steht noch nicht fest. Magath: „Wir müssen bei aller Trauer zusehen, dass wir unseren Betrieb aufrecht erhalten. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es bei vergleichbaren Schicksalsschlägen einem hilft, wenn man in den Alltag zurück kehrt. Als ich noch Trainer in Wolfsburg war und der Vater von Grafite starb, hat er sich ins Flugzeug gesetzt und ist zur Beerdigung gefahren. Nach einigen Tagen hat er dann das Training wieder aufgenommen. Das hat ihm geholfen, den schweren Verlust zu verarbeiten.“