Friedrich, Platte und Kehrer in Lauerstellung

Drei Schalker Talente

Schalke und seine Knappenschmiede gilt zurzeit als das Non plus Ultra in Sachen Nachwuchsförderung. Im aktuellen Kader befinden sich nicht weniger als zehn Spieler, die Schalke ausgebildet hat. Drei von ihnen warten noch auf den sportlichen Durchbruch und befinden sich sozusagen in Lauerstellung.

GELSENKIRCHEN

14.11.2015, 08:17 Uhr / Lesedauer: 2 min
Felix Platte wird bis zum Saisonende für Darmstadt 98 auflaufen.

Felix Platte wird bis zum Saisonende für Darmstadt 98 auflaufen.

Marvin Friedrich: Der Innenverteidiger wird intern hochgeschätzt, angesichts der hochkarätigen Konkurrenz hat er in dieser Saison allerdings noch keine Pflichtspielminute absolviert. Dass er durchaus das Potenzial hat, in der Bundesliga Fuß zu fassen, bewies der gebürtige Kasseler in der vergangenen Saison, wo er zu fünf Bundesligaeinsätzen kam und im Dezember 2014 gegen Maribor erstmals in der Champions League auflaufen durfte und dabei ohne Nervenflattern einen guten Job machte.

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Weil der 19-Jährige dringend regelmäßige Spielpraxis braucht, wollte ihn Schalke Ende August verleihen, doch der Hamburger SV sprang in letzter Minute wegen eines finanziellen Engpasses ab. Manager Horst Heldt machte damals keinen Hehl daraus, wie sauer er über das geplatzte Leihgeschäft war. In der Winterpause dürfte Schalke erneut bestrebt sein, Friedrich bei einem anderen Klub mehr Spielpraxis zu verschaffen.

 

Felix Platte: Viele Monate musste der Stürmer wegen eines Mittelfußbruches pausieren. Umso überraschter war Platte, dass er nach nur zwei Trainingseinheiten mit der Schalker Mannschaft im Derby in Dortmund ein Kurz-Comeback geben durfte.

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„Das hat Spaß gemacht, auch wenn wir leider verloren haben,“ so der 19-Jährige, der im Sommer einen Profivertrag bis 2018 unterschrieb. Jetzt hofft der Youngster in den nächsten Wochen und Monaten auf weitere Einsätze. Platte will den Konkurrenzkampf im Angriff verstärken und gibt dafür im Training mächtig Gas.

 

Thilo Kehrer: Seit Mitte Oktober darf der U20-Nationalspieler wieder mit den Profis trainieren. Zuvor hatte Kehrer die Vereinsführung mächtig verärgert, weil er trotz eines gültigen Vertrags mit Schalke zu Inter Mailand wechseln wollte. Heldt beklagte damals, dass Kehrer völlig falsch beraten worden sei. Der Defensiv-Allrounder sah seinen Fehler ein. Auf die Degradierung in die zweiten Mannschaft reagierte er mit guten Leistungen, so dass der Rückkehr zu den Profis nichts mehr im Wege stand.

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Nun will Kehrer den nächsten Schritt tun und sich für Bundesliga-Einsätze empfehlen. „Genau das muss mein Ziel sein: immer hart arbeiten und sich anbieten“, so der 19-Jährige, dessen Vertrag am Saisonende ausläuft.

 

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