„Für Schalke wäre ein Abstieg eine Zäsur“

Schalke 04

Erst war er Spieler beim SV Werder Bremen, nun ist er Leiter der Profifußball-Abteilung. Im Interview spricht Clemens Fritz über Bremer Perspektiven und Schalker Sorgen.

Gelsenkirchen

, 29.01.2021, 07:17 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein Bremer Urgestein: Clemens Fritz.

Ein Bremer Urgestein: Clemens Fritz. © dpa

Seinen letzten Auswärtssieg feierte Schalke mit 2:1 ausgerechnet in Bremen. Befürchten Sie am Samstag eine Wiederholung?

Fritz: An dieses Spiel in der letzten Saison habe ich keine guten Erinnerungen. Wir wollen am Samstag natürlich alles dafür tun, dass es keine Wiederholung gibt, aber dafür müssen wir eine absolute Top-Leistung abrufen. Viele haben Schalke schon abgeschrieben, aber darin liegt die große Gefahr. Wir dürfen nicht einen Prozentpunkt weniger auf den Platz bringen, sonst wird es gefährlich.

Mit Klaas-Jan Huntelaar haben Sie zu ihrer aktiven Profizeit oft die Klinge gekreuzt. Kann er Schalke mit seinen 37 Jahren noch helfen?

Ich hatte bereits gesagt, dass Klaas-Jan Huntelaar eine Rolle einnehmen kann wie sie Claudio Pizarro bei Werder hatte. So ein Klasse-Spieler kann Schalke in jedem Fall helfen. Im Strafraum hat er unglaubliche Qualitäten. Huntelaar hat auf seinen Stationen gezeigt, dass er ein echter Torjäger ist. Wenn er auf dem Platz steht, dürfen wir ihn in keiner Sekunde aus den Augen lassen

Warum würden Sie einen Schalker Abstieg bedauern?

Schalke ist ein absoluter Traditionsverein mit einer riesigen Anhängerschaft. Der Verein hat sich in den letzten 20 Jahren mit der Arena und dem Trainingsgelände auch infrastrukturell enorm entwickelt. Ein Abstieg wäre sicherlich eine Zäsur für den Club. Gerade wenn man überlegt, dass die Schalker bis vor ein paar Jahren nahezu immer international gespielt haben.

Wann würden Sie die Saison als erfolgreich für Bremen bezeichnen?

Nach der Relegation in der letzten Saison haben wir in der Mannschaft viele Veränderungen vorgenommen und sind nun dabei, eine junge Mannschaft aufzubauen und Spieler wie Felix Agu, Manuel Mbom oder Romano Schmid zu Bundesligaspielern zu entwickeln. Wenn es uns gelingen sollte, stabil durch die Saison zu kommen und sicher die Klasse zu halten, haben wir eine sehr ordentliche Saison gespielt.

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