Huntelaar nimmt Torjägerkanone ins Visier

Auf Fischers Spuren

Jeder Bundesliga-Trainer, der seine Nationalspieler zu Länderspielen abstellen muss, verfolgt mit Sorgen, in welcher Verfassung seine Akteure zurückkehren. Und ob sie pünktlich wieder vor Ort sind.

GELSENKIRCHEN

von Von Frank Leszinski

, 14.10.2011, 16:26 Uhr / Lesedauer: 2 min
Nicht nur bei Schalke, sondern auch in der niederländischen Nationalmannschaft erfolgreich: Klaas-Jan Huntelaar (l.).

Nicht nur bei Schalke, sondern auch in der niederländischen Nationalmannschaft erfolgreich: Klaas-Jan Huntelaar (l.).

Sogar Ciprian Marica war nach seiner Sprunggelenksverletzung schon wieder dabei. Noch wichtiger für Stevens war allerdings, dass Jefferson Farfan nach seinen beiden WM-Qualifikationsspielen mit Peru pünktlich und mit guter Laune erschien. Der 26-Jährige ist ein Eckpfeiler der Mannschaft, dessen auslaufenden Vertrag Manager Horst Heldt so schnell wie möglich verlängern möchte. Doch Farfan spielt auf Zeit, so dass Heldt zu seinem Leidwesen einräumen musste: „Es gibt keinen neuen Stand.“ Angeblich soll sich Farfan bis Ende Oktober entscheiden müssen. Länger wollen die Königsblauen nicht warten, denn längst laufen die Planungen für die nächste Spielzeit.

Dass Heldt nach Alternativen für den peruanischen Flügelflitzer Ausschau hält, gehört zum Geschäft. Neben Ahmed Musa vom VVV Venlo sind Luciano Narsingh und Oussama Assaidi (Heerenveen) in den Fokus gerückt.Einen besonders treffsicheren Stürmer hat Schalke bereits in seinen Reihen. Klaas-Jan Huntelaar ist in seinem Torhunger momentan kaum zu bremsen. Aktuell ist der Niederländer mit zwölf Toren in der EM-Qualifikation der treffsicherste Stürmer Europas.

Mit 30 Toren in 49 Länderspielen scheint es nur noch eine Frage der Zeit, bis Huntelaar den niederländischen Torrekord von Patrick Kluivert (40 Treffer) übertrifft. Auch in der Bundesliga scheint bei Huntelaar der Knoten geplatzt zu sein. Der 28-Jährige erzielte schon sieben Tore an den ersten acht Spieltagen – das schafften bei den Königsblauen bisher nur Klaus Täuber (84/85) und Klaus Fischer (75/76). Insgeheim hofft der Niederländer, dass er ein gewichtiges Wort im Kampf um die Torjägerkanone in der Bundesliga mitsprechen kann. „Ich will in jedem Spiel treffen“, hat Huntelaar kürzlich erzählt. Am Samstag, gegen den 1. FC Kaiserslautern, hat er die nächste Gelegenheit dazu.   

 

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