Huntelaar will nicht nur spielen, sondern immer treffen

Glücksgefühle eines Torjägers

Das passende Geburtstagsgeschenk machte sich Klaas-Jan Huntelaar selbst: Sein erster Dreierpack für den FC Schalke 04 löste beim am Freitag 28 Jahre alt gewordenen Niederländer nach dem 5:1 (1:1)-Heimerfolg gegen den 1. FC Köln wahre Glücksgefühle aus.

GELSENKIRCHEN

von Von Frank Leszinski und Norbert Neubaum

, 15.08.2011, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Schalker eilen zum Ausgleichstorschützen Klaas-Jan Huntelaar (r).

Die Schalker eilen zum Ausgleichstorschützen Klaas-Jan Huntelaar (r).

Deshalb musste Huntelaar von seinen Mitspielern auch nicht lange gebeten werden, als diese ihn zum Gang in die Nordkurve aufforderten, wo der Torjäger ein Bad in der Menge nahm und mit einem Fan sogar das Trikot tauschte. „Sie haben ‚Happy Birthday’ gesungen. Das fand ich sehr schön.“ Auch den Spielball sicherte sich der Stürmer als Souvenir, um ihn später mit seinen jungen Söhnen auszuprobieren. Sein Hochgefühl mag auch etwas mit Erleichterung zu tun gehabt haben.

„Der Sieg war enorm wichtig“, sagte der Stürmer, dem mit einem Handelfmeter kurz vor Ende der schwachen ersten Hälfte und kurz nach Wiederanpfiff mit einem Kopfball (47. Minute) die Wende gelungen war, die Mannschaft und Verein dringend gebraucht hatten. Dass Huntelaar vor Ehrgeiz in der neuen Saison brennt, hatte er bereits beim ersten Pflichtspiel deutlich gemacht. Beim 11:1-Erfolg gegen den FC Teningen sprintete der Angreifer nach jedem Schalker Treffer zum gegnerischen Tor, damit der Spielbetrieb möglichst schnell fortgesetzt wurde.

Denn Huntelaar definiert seine Leistung hauptsächlich über Tore. Nur wenn er trifft, ist der 28-Jährige glücklich. Deshalb war er mit seiner ersten Saison auf Schalke trotz des DFB-Pokalsiegs und der Halbfinal-Teilnahme in der Champions League nicht ganz zufrieden. Nur acht Bundesligatreffer gingen auf sein Konto, wobei man berücksichtigen muss, dass der Niederländer wegen eines Bänderrisses nur 24 Bundesligaspiele absolvieren konnte. Doch längst hat der Schalker Stürmer seine Ziele höher gesteckt: „In der neuen Saison will ich in der Bundesliga eine zweistellige Quote erreichen“, betont der Niederländer.

Ein Ziel, das für seinen Trainer Ralf Rangnick sehr realistisch ist: „Seine Karriere bei anderen Clubs hat gezeigt, dass Klaas-Jan viele Tore erzielt, wenn er die nötigen Flanken bekommt.“ Das war im Spiel gegen den 1. FC Köln der Fall, wobei „The Hunter“ (Der Jäger), wie er in seiner Heimat genannt wird, mit insgesamt zehn Torschüsse eine erstaunliche Quote aufwies. 

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