Am letztenTag vor der Schließung des Transferfensters bleibt es bei Schalke 04 relativ ruhig. Das ist keine Überraschung mehr, weil sich die finanziellen Rahmenbedingungen geändert haben.

Gelsenkirchen

, 02.09.2019, 18:41 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Schalker Transferaktivitäten in diesem Sommer haben es ganz deutlich werden lassen: Die fetten Jahre sind vorbei! Beim Pokern um neue Spieler haben die Königsblauen in diesem Somer öfter als ihnen lieb war den Kürzeren gezogen, obwohl das in dieser Branche niemand zugeben würde.



Tabellenplatz 14 in der Bundesliga hat den Traditionsklub weit zurückgeworfen. Die fehlenden Einnahmen aus der Champions League haben dafür gesorgt, dass Schalke auf dem Transfermarkt defensiver agieren musste.



Im Angriff drohen Probleme


Wer am Montag am sogenannten Deadline-Day noch eine Transferoffensive erwartet hatte, wurde enttäuscht, aber eine Überraschung ist diese Schalker Zurückhaltung längst nicht mehr. S04 muss mehr denn je auf seine Finanzen schauen, während die Konkurrenten um die lukrativen Plätze im internationalen Fußballgeschäft die Königsblauen eingeholt oder sogar schon überholt haben. Nun gilt es die Ruhe zu bewahren und mit dem vorhandenen Spielermaterial das Beste aus der Situation zu machen.



Natürlich hätte Schalke die Verpflichtung eines Stürmers noch gut getan. Ahmed Kutucu ist ein hoffnungsvolles Talent – mehr aber noch nicht. Mark Uth hat in seinem ersten Schalke-Jahr enttäuscht, jetzt muss er nach langer Verletzung liefern – wenn er kann. Benito Raman hat in Düsseldorf begeistert – aber sein Trainer Friedhelm Funkel hat sogar öffentlich bereits Zweifel formuliert, ob der Belgier den Sprung von einem Abstiegskandidaten zu einem Spitzenklub, der Schalke von seinem Selbstverständnis her zu sein glaubt, problemlos schaffen kann.


Innovative Transfers sind gefragt


Und Guido Burgstaller? Rennt jedem Ball hinterher, aber ein Bundesligator ist ihm in dieser Saison auch noch nicht gelungen. Insofern ist es schon ein Risiko, dass Schalke im Angriff nicht mehr nachlegen konnte.



Es bleibt die Hoffnung, dass Kaderplaner Michael Reschke mit zukünftigen Verpflichtungen wie zuletzt bei Jonjoe Kenny ein ähnliches gutes Händchen hat wie zu seiner Zeit in Leverkusen. Innovative Transfers sind in Zukunft für Schalke das Gebot der Stunde. Rudy und Co. sollten Warnung genug sein.

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