Kommentar: Wenn Fakten die Visionen einholen

Fehlstart in der Bundesliga

Vor der Saison wurde Horst Heldt mit Lob überschüttet. Der traut sich wenigstens was, hieß es. Schalkes Manager verkündete seine Vision, auf Schalke mittelfristig die Voraussetzungen für die erste Deutsche Meisterschaft seit 1958 schaffen zu wollen und forderte die Schalker Spieler dazu auf, schon jetzt mutig darüber nachzudenken, ob man die Bayern nicht "da oben runterholen" könne.

GELSENKIRCHEN

von Norbert Neubaum

, 15.09.2014, 11:55 Uhr / Lesedauer: 1 min
Immer einen Schritt schneller: Max Kruse (r.) setzt sich gegen Roman Neustädter durch.

Immer einen Schritt schneller: Max Kruse (r.) setzt sich gegen Roman Neustädter durch.

Das ist alles noch kein Grund zur Panik. Schalke startete in der Vorsaison ähnlich schwach und qualifizierte sich am Ende nach einem Husarenritt durch die Rückrunde für die Champions League. Das ist für Schalke nach wie vor das Ziel, das es zu erreichen gilt.

Es bleibt ein Rätsel, warum die Schalker Chefetage sich mit ihren Aussagen vor der Saison wieder auf das glatte Meister-Parkett gewagt hat, auf dem Schalke alleine schon deshalb - nüchtern betrachtet - noch lange nichts zu suchen hat, weil sich Clubs wie die Bayern oder der BVB auch finanziell mittlerweile in ganz anderen Dimensionen bewegen.

Schalke darf nicht nach München oder sonst wohin schielen, sondern muss eigene Antworten finden auf Fragen, die gestellt werden müssen. Warum gibt es so viele Verletzte? Warum können die Ausfälle im Gegensatz zu anderen Klubs nicht kompensiert werden, obwohl der Kader in der Breite doch angeblich verstärkt worden ist? Warum stagnieren einige Spieler offensichtlich in ihrer Entwicklung?

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3. Spieltag: Borussia M'gladbach - FC Schalke 04 4:1 (1:0)

Bilder der Bundesliga-Partie zwischen Borussia Mönchengladbach und dem FC Schalke 04.
13.09.2014
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Borussia-Torschütze Raffael (r.) wird gefeiert.© Foto: dpa
S04-Trainer Jens Keller-© Foto: dpa
Raffael (M.) jubelt über seinen Treffer zum 4:1.© Foto: dpa
Max Kruse (M.) bejubelt seinen Treffer zum 3:1.© Foto: dpa
Andre Hahn (M.) jubelt mit Max Kruse.© Foto: dpa
Gladbachs Coach Lucien Favre.© Foto: dpa
Max Kruse (r.) setzt sich gegen Roman Neustädter durch.© Foto: dpa
Andre Hahn (r.) bejubelt seinen Treffer zum 1:0.© Foto: dpa
Eric Maxim Choupo-Moting (l.) im Duell mit Raffael.© Foto: dpa
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Jetzt sind Lösungen zu aktuellen Problemen gefragt. Und keine Visionen. Die sind Schalke sowieso nur selten gut bekommen. Auch wenn es dafür Applaus gab.

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