Komplimente für Schalke-Torhüter Markus Schubert trotz eines Patzers

Schalke 04

Trotz seines Patzers beim Wolfsburger Ausgleich gibt sich Markus Schubert selbstbewusst. Trainer David Wagner lobt den Torhüter.

Gelsenkirchen

, 19.12.2019, 18:29 Uhr / Lesedauer: 2 min
Komplimente für Schalke-Torhüter Markus Schubert trotz eines Patzers

In dieser Szene sah Schalke-Torhüter Markus Schubert nicht gut aus. © dpa

Bis zur 82. Minute verlief das Startelf-Debüt von Markus Schubert in der Bundesliga mehr als ordentlich. Der Schalker Schlussmann vereitelte drei Wolfsburger Großchancen und agierte auch in der Strafraumbeherrschung recht sicher. Doch dann ließ der 21-Jährige einen hohen Ball im Luftkampf mit Wolfsburgs Marcel Tisserand durch die Hände gleiten, so dass Mbabu zum 1:1 abstauben konnte. Und schon war der gute Gesamteindruck von Schubert für viele Betrachter getrübt.


Aber nicht für Trainer David Wagner. Der 48-Jährige lobte Schalkes Nummer eins, der bis Ende Januar 2020 Alexander Nübel vertreten wird, in den höchsten Tönen. „Er hat eine herausragend gute Leistung gezeigt. Diese eine Aktion war für mich diskussionswürdig, weil ihm da leicht in den Arm gegriffen wird. Dies schmälert für mich seine Leistung überhaupt nicht“, betonte der Schalker Coach.


„Für mich war es ein Foul“



Auf die Frage, ob es vorstellbar wäre, dass Schubert auch im Schalker Tor bleibt, wenn die Sperre von Nübel abgelaufen ist, schloss dies Wagner nicht kategorisch aus. „Ich wünsche mir erst einmal, dass Markus so weiter macht. Später können wir dann noch einmal darüber sprechen“, so der Schalker Trainer.


Schubert gab sich nach der Partie durchaus selbstbewusst. „Für mich war es ein Foul. Ob das jeder Schiedsrichter pfeift, ist eine andere Frage. Ich war in der vollen Körperstreckung. Eine kleine Berührung reicht aus, dass ich den Ball nicht mehr festhalten kann“, beschrieb Schalkes Nummer eins den Wolfsburger Ausgleich aus seiner Perspektive und fügte hinzu: „Auch wenn man eineinhalb Spiele nicht überbewerten sollte, ich kann auf jeden Fall Bundesliga spielen.“




Oczipka befrüchtet keine Nachwirkungen


Das glaubt auch Bastian Oczipka, der keine Nachwirkungen beim Schlussmann befürchtet. „Wir brauchen Schubi nicht aufzubauen. Er hat uns mit seinen Paraden im Spiel gehalten“, so der Verteidiger, der wegen der Personalnöte erneut in der Innenverteidigung aushalf und solide Arbeit ablieferte.


Wie die gesamte Schalker Mannschaft, die zwar in der ersten Halbzeit teilweise das Glück auf ihrer Seite hatte, aber nach dem Seitenwechsel die Partie offen gestaltete. Das war nicht selbstverständlich, weil Wagner angesichts der langen Verletztenliste sogar einen Kaderplatz frei lassen musste und mit Schubert, Juan Miranda und Fabian Reese (in dieser Saison) gleich drei Startelf-Debütanten auflaufen ließ. Hinzu kam auch noch der eingewechselte Nassim Boujellab, der noch keine Bundesligaminute in dieser Spielzeit zum Einsatz gekommen war.


Alle Kräfte mobilisieren



Nun heißt es für Schalke im letzten Hinrundenspiel gegen Freiburg noch einmal, alle Kräfte zu mobilisieren. Bastian Oczipka: „Bis jetzt spielen wir eine gute Hinrunde. Gewinnen wir gegen Freiburg, ist es eine sehr gute.“

Schlagworte: