Levan Kobiashvili hat bei Magath schlechte Karten

Stiller Abschied?

GELSENKIRCHEN Seit Felix Magath beim FC Schalke 04 das Traineramt übernommen hat, gibt es fast an jedem Spieltag eine Überraschung in Sachen Aufstellung. Magath entscheidet rigoros nach den Eindrücken, die er im Training sammelt.

von Von Frank Leszinski

, 08.10.2009, 17:35 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der Spielertyp Kobiashvili (vorne) ist bei Schalke aktuell nicht gefragt.

Der Spielertyp Kobiashvili (vorne) ist bei Schalke aktuell nicht gefragt.

Eine Tatsache, die Kobiashvili sicherlich schmerzt. Deshalb hat er es vorgezogen, momentan jedem Gespräch mit Journalisten auszuweichen. Sein Landsmann Levan Kenbis verriet allerdings kürzlich: „Levan ist sehr traurig. Ich versuche ihn etwas aufzubauen.“ Dass der 18-jährige Kenia dem 32-jährigen Kobiashvili Mut zusprechen muss, hätte letzterer vor der Saison sicherlich nicht erwartet. Das letzte Mal kam „Kobi“ in der Bundesliga bei der 1:2-Heimniederlage gegen den VfL Wolfsburg für 65 Minuten zum Einsatz, ehe er Halil Altintop weichen musste. So richtig Grund zur Freude hatte Kobiashvili im bisherigen Saisonverlauf eigentlich nur einmal, nämlich als ihm beim 2:1-Erfolg in Köln das Siegtor für den FC Schalke 04 gelang.

Bei diesem Treffer mit dem Außenriß wurde sichtbar, über welche technischen Fähigkeiten der Georgier verfügt. Das weiß auch Trainer Felix Magath: „Levan ist technisch sehr stark. Doch in der aktuellen Situation brauche ich Spieler, die mehr das Kämpferische bevorzugen.“ Solch ein Spielertyp ist Kobiashvili eher nicht, so dass der Georgier längst ins Grübeln gekommen ist, ob er seinen bis zum 30. Juni 2010 laufenden Vertrag erfüllen soll. Nach Informationen unserer Zeitung wollen mehrere Clubs aus seiner georgischen Heimat den Schalker verpflichten. Kobiashvili ist momentan hin- und hergerissen, wie er sich weiter beruflich orientieren soll. Denn einerseits fühlt sich seine Familie in Deutschland wohl, andererseits möchte er nicht auf der Tribüne versauern.

Am Wochenende wird der 32-Jährige wohl auf jeden Fall zum Einsatz kommen. Dann ist er mit Georgien in der WM-Qualifikation am Ball. Am Samstag heißt der Gegner Montenegro, am nächsten Mittwoch spielt Georgien gegen Bulgarien. Als Tabellenletzter der Gruppe 8 hat Georgien allerdings keine Chance mehr auf die WM-Teilnahme.

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