Magaths Entlassung könnte 20 bis 30 Millionen kosten

Abgang als Kassen-Quälix

Sollte Felix Magath den FC Schalke 04 verlassen müssen, wird er nicht allein gehen. Denn Magath hat - wie auf seinen bisherigen Trainerstationen bei ihm üblich - eine Schar treuer Weggefährten um sich versammelt, wovon ihn die meisten seit vielen Jahren begleiten.

GELSENKIRCHEN

von Non Norbert Neubaum und Frank Leszinski

, 09.03.2011, 20:07 Uhr / Lesedauer: 1 min
Eine teure Bank: Nicht nur Magath müsste ausgezahlt werden, auch sein Trainerstab.

Eine teure Bank: Nicht nur Magath müsste ausgezahlt werden, auch sein Trainerstab.

Sollte Magath seine Mission auf Schalke vorzeitig beenden, wäre das ein „teurer Spaß“. Den Verein drückt ein Schuldenberg in Höhe von knapp 250 Millionen Euro. Da verblüffte es schon, dass die Königsblauen sich mit Felix Magath 2009 einen der Stars der Branche überhaupt leisten und dann auch noch mit einem fürstlichen Vertrag über vier lange Jahre ausstatten konnten. Magath gilt in der Fußball-Szene als jemand, der „keine Angst vor großen Summen hat“, wie es der verstorbene Rolf Rüßmann einmal formulierte, der mit Magath in Stuttgart zusammen gearbeitet hat. Circa sechs Millionen Euro soll Magath in seiner Doppelfunktion als Manager und Trainer auf Schalke pro Jahr verdienen.

Eine spezielle Vertragsklausel soll eine Zahlung dieser Bezüge bis zum Vertragsende auch bei einer vorzeitigen Trennung garantieren. Das wären alleine bei Magath also zwölf Millionen Euro – da getrost davon ausgegangen werden kann, dass zumindest ein Großteil von Magaths Mitarbeiter-Stab mit dem Chef den Verein verlassen muss, ist die Skala nach oben offen. Insgesamt kann den FC Schalke 04 die Trennung von Felix Magath 20 bis 30 Millionen Euro kosten. Übersetzt in die Schalke-Sprache ist das ein richtig teurer Neuzugang oder: Magaths Rauswurf „frisst“ in etwa die zu erwartenden Schalker Champions-League-Einnahmen auf.

Ins Bodenlose fallen Magath und Co. - zumindest finanziell - also sicherlich nicht. Wer nun den Kopf wegen dieser Summen schüttelt und Magath der Gier bezichtigt, sollte berücksichtigen: Für die Verträge ist Felix Magath nicht allein verantwortlich – der Aufsichtsrat hat ihnen zugestimmt.

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