Mark Uth nach Niederlage in Gladbach: „3:1 hat uns den Stecker gezogen“

Schalke 04

Schalkes Lage im Tabellenkeller hat sich verschärft: 1:4-Niederlage bei Borussia Mönchengladbach. Letztes Aufgebot schlägt sich tapfer. Seit 25 Bundesliga-Spielen sieglos.

Mönchengladbach

, 28.11.2020, 20:56 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Lage im Keller hat sich verschärft: Schalkes Torhüter Frederik Rönnow bei der 1:4-Niederlage bei Borussia Mönchengladbach.

Die Lage im Keller hat sich verschärft: Schalkes Torhüter Frederik Rönnow bei der 1:4-Niederlage bei Borussia Mönchengladbach. © dpa

Das eigene Spiel verloren, ein Teil der Konkurrenten hat gepunktet: Für den FC Schalke 04 hat sich die Lage im Abstiegskampf durch die 1:4 (1:2)-Niederlage bei Borussia Mönchengladbach weiter verschärft.

Hoppe in der Startelf

Dabei zeigte das Schlusslicht in der ersten Hälfte eine couragierte Leistung, die sogar auf einen Punktgewinn hoffen ließ. Und das, obwohl Trainer Manuel Baum aufgrund zahlreicher verletzter und suspendierter Spieler das letzte Aufgebot ins Rennen schicken musste. Die größte Überraschung: Als Sturmspitze lief der 19-jährige Matthew Hoppe aus der Schalker U23 auf.

Auch Gladbachs Trainer Marco Rose hatte seine Mannschaft, die unter der Woche in der Champions League aktiv war, kräftig durcheinandergewürfelt. Tatsächlich machte Schalke den Gastgebern, gegen die es am 17. Januar den bislang letzten Bundesliga-Sieg gegeben hatte, das Leben schwer. Der in der ersten Halbzeit ganz starke Mark Uth und Co. störten die Borussen oft schon im Spielaufbau und zwangen sie so zu Fehlern.

Unbeeindruckt vom 0:1

15 Minuten lang ging das gut, dann erzielte Nationalspieler Florian Neuhaus dann doch das 1:0 für Mönchengladbach. Vorher war der Ex-Schalker Breel Embolo an Rönnow gescheitert, der Nachschuss von Neuhaus ging dann durch zahlreiche Schalker Abwehrbeine - dieses Tor passte zur tristen Schalker Lage. Denn solche Treffer kassiert man in der Regel dann, wenn man unten steht...

Aber Schalke zeigte sich relativ unbeeindruckt und beherzigte das, was viele Fans entweder in Offenen Briefen oder auf einem Solidaritätsvideo („Wir schaffen es GEmeinsam“) von der Mannschaft gefordert hatten: Sie steckte nicht auf, ging wesentlich aggressiver zu Werke und ließ sich nicht einfach so herspielen. Die Belohnung: Nach einem Traumpass von Uth vollendete Benito Raman genau so schön zum 1:1 (20.) - ein ganz feines Tor.

Aggressiver als bisher

Doch so sehr sich Schalke auch bemühte, es gelang erneut nicht, die Reihen nachhaltig geschlossen zu halten: Oscar Wendt nutzte die Freiheiten auf seiner linken Seite und traf nach feinem Zuspiel von Neuhaus zum 2:1 für Gladbach (36.). Schalke lag also wieder zurück, und dieser Treffer zeigte nun so langsam Wirkung, auch wenn Uth mit einem schönen Freistoß beinahe das 2:2 erzielt hätte.

Denn durch ihren erneuten Führungstreffer waren die Borussen nun besser im Spiel, was ein Lattenkopfball von Thuram (39.) dokumentierte. Und die Mannschaft von Trainer Marco Rose machte nach dem Seitenwechsel da weiter, wo wie vor der Halbzeit aufgehört hatte: In der 52. Minute staubte Thuram zum 3:1 ab, als es für die gesamte Schalker Hintermannschaft inklusive Torhüter Frederik Rönnow viel zu schnell ging.

3:1 war die Vorentscheidung

Im Prinzip war die Messe jetzt gelesen. Schalkes Bemühungen blieben nun eher zaghafter Natur, vom Schwung, Mut und Selbstvertrauen der ersten Halbzeit war nicht mehr viel zu sehen. Gladbach wucherte mit zahlreichen Konterchancen, erst in der 80. Minute traf Wolf nach einem unnötigen Ballverlust im Schalker Mittelfeld zum 4:1.

Schalke ist jetzt seit 25 Bundesliga-Spielen in Folge sieglos, ein trauriges Jubiläum. Trotz der nicht zu leugnenden Fortschritte ist Schalke Lage weiterhin prekär, zumal die Konkurrenz punkten konnte. Mark Uth bei Sky: „Das Tor zum 3:1 für Mönchengladbach hat uns den Stecker gezogen. Schade.“ Nächster Schalker Gegner: Bayer Leverkusen.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt