Marktwert immer höher: Alex Ferguson adelt Neuer

"Eins mit Sternchen"

Kurz vor Mitternacht hatte sich die Begeisterung über seine außergewöhnliche Leistung immer noch nicht gelegt. Als Manuel Neuer die Kabine verließ, konnte ein britischer Journalist nur mit Mühe von seinen Kollegen davon abgehalten werden, dem Schalker Schlussmann anerkennend auf die Schulter zu klopfen.

GELSENKIRCHEN

von Von Frank Leszinski

, 27.04.2011, 17:10 Uhr / Lesedauer: 2 min
Allein gegen den Sturm: Selbst die unzähligen Glanzparaden von Manuel Neuer konnten die Niederlage nicht verhindern.

Allein gegen den Sturm: Selbst die unzähligen Glanzparaden von Manuel Neuer konnten die Niederlage nicht verhindern.

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Champions League: FC Schalke 04 - Manchester United

Manchester United steht in der Champions League nach einem souveränen 2:0-Hinspielsieg gegen Schalke mit eineinhalb Beinen im Finale.
26.04.2011
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ManU-Trainer Alex Ferguson (r.) gratuliert Manuel Neuer zu dessen herausragender Leistung. © Foto: dpa
Der Traum vom Finale ist für Raul und den FC Schalke 04 wohl ausgeträumt.© Foto: dpa
Auf dem Weg ins Finale : Manchesters Torhüter Edwin van der Sar (l.) und Rio Ferdinand.© Foto: dpa
Wayne Rooney (M.) bejubelt mit Javier Hernandez (r.) und Ji-Sung Park den zweiten ManU-Treffer.© Foto: dpa
Enttäuscht: Christoph Metzelder (M.).© Foto: dpa
Weltklasse: Manuel Neuer (r.) - hier gegen Javier Hernandez.© Foto: dpa
Park Ji-Sung (hinten) foult Joel Matip.© Foto: dpa
Fast immer einen Schritt zu spät: Kyriakos Papadopoulos verfolgt Wayne Rooney.© Foto: dpa
Alexander Baumjohann (r.) hängt Antonio Valencia ab.© Foto: dpa
Ein seltenes Bild: Jefferson Farfan (r.) kommt vor Manchesters Abwehrchef Rio Ferdinand (l.) zum Abschluss.© Foto: dpa
Jose Jurado (l.) behauptet den Ball gegen Antonio Valencia.© Foto: dpa
Raul (vorne) verliert das Kopfballduell gegen Nemanja Vidic.© Foto: dpa
Wayne Rooney trifft zum 0:2.© Foto: dpa
Grund zum Jubel: ManU-Trainer Alex Ferguson.© Foto: dpa
Edu (hinten) im Luftkampf mit Nemanja Vidic.© Foto: dpa
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Vor allem in der ersten Halbzeit brachte der Ur-Schalker die Spieler der „Red Devils“ zur Verzweiflung. Ferguson: „Die tollen Paraden von Neuer haben meine Spieler mehr und mehr verunsichert. Zum Glück haben wir konzentriert weiter gespielt und sind dann auch belohnt worden.“ Aber bis es soweit war, bewies Neuer, dass er zu den weltbesten Torhütern zählt. Das Lob von Ferguson ließ den 25-Jährigen jedoch ziemlich kalt: „Dafür kann ich mir nichts kaufen. Wir haben mit zu viel Respekt vor Manchester gespielt. Leider haben wir keine elf Rauls in der Elf.“Doch auch der spanische Weltstar konnte in dieser höchst einseitigen Partie keine Akzente setzen. Manchester dominierte das Geschehen auf dem grünen Rasen so eindrucksvoll, dass es in der ausverkauften Veltins-Arena einige Male verdächtig ruhig blieb. Nur Neuer war es zu verdanken, dass die Königsblauen nicht schon zur Halbzeit hoffnungslos zurück lagen. Mit einer Fülle von Glanzparaden trieb der 25-Jährige seinen Marktwert weiter in die Höhe.

Manager Horst Heldt ließ erkennen, dass um die Zukunft von Neuer harte Verhandlungen bevor stehen: „Ich denke, wir haben den weltbesten Torhüter. Warum – in Gottes Namen – sollte man auf die Idee kommen, diesen Spieler gehen zu lassen?“ Die von Heldt ins Spiel gebrachten 100 Millionen wird Schalke durch einen Neuer-Transfer zwar nicht bekommen, aber der Blick über die Landesgrenzen zeigt, was herausragende Torhüter wert sein können. Parma-Keeper Gianluigi Buffon kostete Juventus Turin 2001 satte 54,2 Millionen Ablöse. Francesco Toldo (2001 von Florenz zu Inter) stolze 26,5 Millionen.

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Grund zum Jubel: ManU-Trainer Alex Ferguson.© Foto: dpa
Edu (hinten) im Luftkampf mit Nemanja Vidic.© Foto: dpa
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Trainer Ralf Rangnick wäre es natürlich am liebsten, Neuer würde seinen bis 2012 laufenden Vertrag auf Schalke erfüllen. Die Partie gegen ManU bewies eindrucksvoll, wie wichtig Neuer für Schalke ist. Auch im Rückspiel, wo Rangnick ein anderes Auftreten seiner Elf erwartet: „Wir haben nichts mehr zu verlieren. Vielleicht ist Manchester jetzt seiner Sache zu sicher.“ Doch das ist mehr ein frommer Wunsch als realistische Perspektive.  

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