Meyer-Entdecker Dubski: "Max will immer spielen"

Schalkes Shootingstar

Manfred Dubski hat sein 1992 in vielen Funktionen für den FC Schalke 04 gearbeitet. Als der Ex-Profi im Jahr 2009 als Scout für die Königsblauen unterwegs ist, entdeckte er das Megatalent Max Meyer. Das Problem? Auch der BVB war damals an ihm dran.

Gelsenkirchen

von Frank Leszinski

, 10.10.2013, 22:12 Uhr / Lesedauer: 2 min
Max Meyer kommt aus der Nachwuchsschmiede der Schalker und wurde im Vorjahr mit der U 19 Deutscher Meister. Foto: Revierfoto

Max Meyer kommt aus der Nachwuchsschmiede der Schalker und wurde im Vorjahr mit der U 19 Deutscher Meister. Foto: Revierfoto

Höwedes, Kolasinac, Draxler, Ayhan und Meyer waren diejenigen, die Keller meinte. Wobei Letztgenannter von Manfred Dubski entdeckt wurde, einem Schalker Urgestein, der seit 1992 in vielfältigen Funktionen für die Königsblauen arbeitete. 2009 arbeitete der 59-Jährige als Scout für Schalke und entdeckte Meyer bei einem Lehrgang von Kreisauswahlen in der Sportschule Wedau. „Das war keine Kunst“, erzählt Dubski bescheiden, „wer Max spielen sah, wusste sofort, dass hier ein großes Talent aktiv war.“ An den fußballerischen Fähigkeiten von Meyer hatte Dubski vom ersten Augenblick an nicht die geringsten Zweifel. „Viel schwieriger ist es gewesen, Max davon zu überzeugen, zum FC Schalke 04 zu wechseln“, erzählt der Ex-Profi, der über 300 Bundesligapartien für Schalke 04 und MSV Duisburg absolvierte und somit ein intimer Kenner des Profifußballs war und ist.

Denn der damals 14-jährige Meyer hatte nicht nur das Schalker Interesse auf sich gezogen. „Auch der BVB, Leverkusen und Mönchengladbach waren an ihm dran“, sagt Dubski und war froh, dass es ihm gelang, Meyer zum FC Schalke 04 zu lotsen. In einem Gespräch mit dessen Vater Achim besprach er die Rahmenbedingungen auf Schalke für dessen Filius. Dubski: „Bei solchen Gesprächen ist es ganz wichtig, keine Versprechungen zu machen, die man hinterher nicht einhalten kann.“ Auf Seriosität legt Dubski großen Wert. Deshalb sind ihm manche Entwicklungen im Profifußball ziemlich suspekt, wie zum Beispiel, dass 14-Jährige heutzutage auch schon mit ihren Beratern zu Vertragsgesprächen auftauchen. Bei Max Meyer imponiert dem 59-Jährigen die Spielfreude, Handlungsschnelligkeit und Unbekümmertheit, mit der er Fußball spielt. Da lacht das Fußball-Herz von Dubski, wenn er Meyer spielen sieht. Dem 18-Jährigen traut er zu, sich in der Bundesliga zum Stammspieler zu entwickeln.

Was rät er dem großen Talent für seine weitere Karriere? Dubski: „Max sollte Geduld aufbringen. Ich weiß zwar aus eigener Erfahrung als sein B-Jugendtrainer, dass er immer spielen will, aber weniger ist manchmal mehr. Vor allem, wenn man erst 18 ist. Ich bin fest davon überzeugt, dass er bei seinen Fähigkeiten seinen Weg machen wird.“ Meyer hat die Verdienste von Dubski um seinen sportlichen Reifeprozess nicht vergessen. Zu dessen 59. Geburtstag kreuzte Meyer beim Training der U 23 auf, wo Dubski als Co-Trainer arbeitet, und gratulierte ihm herzlich. Eine Geste, die das Geburtstagskind besonders freute. Denn sie zeigte, dass Meyer trotz rasanten Karriereverlaufs auf dem Boden geblieben ist.