Neustädter lässt sich durch Fehler nicht entmutigen

Ansteigende Formkurve

"Man muss in jedem Spiel sein volles Potential abrufen", sagt Roman Neustädter. Doch das ist in der Vergangenheit weder ihm noch der gesamten Schalker Mannschaft gelungen. Auch gegen Augsburg haben sich die Königsblauen Schwächephasen geleistetet.

Gelsenkirchen

von Von Boris Spernol

, 08.10.2013, 21:59 Uhr / Lesedauer: 2 min
Roman Neustädter (l.) erlebte in seiner ersten Schalke-Saison ein Wechselbad der Gefühle. Im zweiten Jahr will der 25-Jährige noch konstanter spielen.

Roman Neustädter (l.) erlebte in seiner ersten Schalke-Saison ein Wechselbad der Gefühle. Im zweiten Jahr will der 25-Jährige noch konstanter spielen.

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8. Spieltag: FC Schalke 04 - FC Augsburg 4:1 (2:1)

Bilder der Bundesliga-Partie zwischen dem FC Schalke 04 und dem FC Augsburg.
05.10.2013
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Zweikampf zwischen Sascha Mölders (l.) und Marco Höger.© Foto: dpa
Schalkes Trainer Jens Keller gibt die Richtung vor.© Foto: dpa
Atsuto Uchida (r.) verliert das Luftduell gegen Kevin Vogt.© Foto: dpa
Max Meyer (r.) jubelt mit Adam Szalai über seinen Treffer zum 4:1.© Foto: dpa
Kevin-Prince Boateng musste angeschlagen ausgewechselt werden.© Foto: dpa
Schalkes Präsident Clemens Tönnies, Manager Horst Heldt und Finanzvorstand Peter Peters (v.l.) auf der Tribüne.© Foto: dpa
Traf doppelt: Adam Szalai.© Foto: dpa
Kevin-Prince Boateng (vorne) im Zweikampf mit Andre Hahn.© Foto: dpa
Adam Szalai (l.) erzielt das 2:1.© Foto: dpa
Ein Foul mit Folgen: Ragnar Klavan (l.) hat soeben die Rote Karte gesehen.© Foto: dpa
Augsburgs Trainer Markus Weinzierl.© Foto: dpa
Kevin-Prince Boateng (r.) verwandelt den Elfmeter zum 1:1.© Foto: dpa
Kevin-Prince Boateng jubelt über seinen Treffer zum 1:1.© Foto: dpa
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Zwei Pässe auf den durchstartenden Atsuto Uchida landeten zunächst weit im Toraus, ehe ihn sein langer Ball auf den Japaner zum Wegbereiter des 2:1 durch Adam Szalai werden ließ. "Ich versuche immer, so gut wie möglich zu spielen und der Mannschaft zu helfen und mich auch nicht entmutigen zu lassen", sagt Neustädter, dessen Mantra lautet: "Man darf nie Angst haben, Fehler zu machen, aber aus Fehlern muss man lernen."Auch auf seine Fehlpässe reagierte das Schalker Publikum mit Unruhe. Neustädter will das zunächst nicht weiter kommentieren. Davon habe er sich jedenfalls nicht weiter beeinflussen lassen sagt er. "Ich konzentriere mich aufs Spiel und versuche gar nicht, zuzuhören, was außen passiert", versichert er. Doch dass Pfiffe gegen die eigene Mannschaft letztlich kontraproduktiv sind, gibt er dann doch zu: "Das ist eine Kettenreaktion, die Unruhe auf den Rängen überträgt sich aufs Spielfeld und führt zur Unsicherheit", sagt der 25-Jährige.

Und die Gäste aus Augsburg zumindest hatten – nach eigenem Bekunden – die Unruhe des Schalker Publikums fest in ihrer Strategie einkalkuliert. "Hier ist eben eine hohe Erwartungshaltung auf Schalke. Aber wir haben beispielsweise gegen Basel auch gezeigt, dass wir durchaus auch zu Null spielen können", sagt Neustädter.

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Kevin-Prince Boateng musste angeschlagen ausgewechselt werden.© Foto: dpa
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Traf doppelt: Adam Szalai.© Foto: dpa
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Adam Szalai (l.) erzielt das 2:1.© Foto: dpa
Ein Foul mit Folgen: Ragnar Klavan (l.) hat soeben die Rote Karte gesehen.© Foto: dpa
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Kevin-Prince Boateng (r.) verwandelt den Elfmeter zum 1:1.© Foto: dpa
Kevin-Prince Boateng jubelt über seinen Treffer zum 1:1.© Foto: dpa
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Gleichwohl ist der Mittelfeldspieler darum bemüht, den eigenen Zuschauern nicht das Recht auf Kritik abzusprechen. "Wir sind zwei-, dreimal in Konter gelaufen, was uns nicht hätte passieren dürfen. Aber wir haben zum richtigen Zeitpunkt die Tore gemacht", sagt er und betont: "Wir haben drei Punkte und das ist das Wichtigste." Das Wie sei da am Ende nicht mehr entscheidend. "Fakt ist, dass die Zuschauer gesehen haben, dass wir auch weiterhin Gas gegeben haben. Letztlich ist jeder zufrieden nach Hause gegangen."

Seine Nationalelf-Ambitionen hat Neustädter noch nicht ad acta gelegt, wenngleich sich sein Name bei Bundestrainer Jogi Löw wohl nur ganz hinten in der Wiedervorlagemappe befindet. "Ich habe immer gesagt, dass ich zu meiner Form finden muss, um mich über den Verein dem Bundestrainer anzubieten", sagt er. "Aber ich schaue nicht darauf, sondern versuche, konstant meine Leitung zu halten. Und dann wird man nächsten Sommer sehen, was dabei rauskommt." Aktuell gebe es keinen Kontakt zu Löw. „Er hat einen Kader nominiert, und das muss man akzeptieren.“

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