Positive Signale

Wege aus Finanzkrise

GELSENKIRCHEN Vor wenigen Wochen wurde über Schalke noch im Zusammenhang mit Punktabzug oder gar drohender Insolvenz bzw. drohendem Lizenzentzug gesprochen. Nun mehren sich die Anzeichen, dass der Verein Wege aus der selbst eingebrockten Finanzkrise findet – es gibt drei positive Signale.

von Von Norbert Neubaum

, 22.11.2009, 18:36 Uhr / Lesedauer: 2 min
Tönnies im Block: Mit den Fans und dem Geld aus der Krise.

Tönnies im Block: Mit den Fans und dem Geld aus der Krise.

Das kräftigste Signal kam nun allerdings aus Moskau. Der Rubel rollt – das verspricht jedenfalls Schalkes Aufsichtsrats-Chef Clemens Tönnies, der die Verlängerung des Vertrages mit Hauptsponsor Gazprom verkündete (wir berichteten). Bis 2017 soll der neue Kontrakt demnach laufen, „zu verbesserten Konditionen“, wie Tönnies zitiert wird. Der russische Energie-Gigant Gazprom ist seit Anfang 2007 Schalker Hauptsponsor und hatte zuletzt erklärt, Schalke trotz der allgemeinen Wirtschaftskrise die Treue halten zu wollen. Noch in den vergangenen Tagen hieß es von Gazprom, Schalke sei das Zugpferd der Öffentlichkeitsarbeit des Konzerns.   Beim damaligen Einstieg von Gazprom vor knapp drei Jahren gab es auch viele kritische Stimmen, mittlerweile ist diese Diskussion fast verstummt. Befürchtet worden war damals z. B., dass sich das Unternehmen zu stark in die S04-Politik einmischen würde. Doch bislang hat der Gas-Riese sogar auf einen Sitz im Aufsichtsrat verzichtet, der dem jeweiligen Schalker Hauptsponsor eigentlich zusteht.Ersten unbestätigten Schätzungen zufolge soll Schalke durch den neuen Vertrag mit Gazprom im maximalen Erfolgsfall insgesamt 130 Millionen Euro verdienen können.

  Der aktuelle Vertrag (bis 2012) sieht einen Sockelbetrag und einen erfolgsabhängigen Bonus vor – es ist davon auszugehen, dass sich auch der neue Vertrag auf Basis dieser Regelung bewegt. Dass der FC Schalke 04 den für den Verein ja positiven Deal, den Tönnies eigenen Angaben zufolge in Moskau selbst unter Dach und Fach gebracht hat, noch nicht offiziell bestätigt hat, ist vielleicht nur eine Randnotiz wert, macht aber deutlich: Auch in Zeiten des Aufbruchs wird es schwierig sein, die diversen Schalker Sprachrohre unter einen Hut zu kriegen.

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