Ralf Fährmann fällt einige Wochen aus

Bänderruptur im linken Knie

Doppeltes Pech für Ralf Fährmann: Im Bundesligaspiel am Samstag gegen den 1. FC Kaiserslautern erhielt der Torhüter des FC Schalke 04 nicht nur eine Rote Karte, in der Situation, die zum Platzverweis führte, zog sich der 23-Jährige zudem eine Verletzung zu.

GELSENKIRCHEN

von Von Frank Leszinski und Norbert Neubaum

, 16.10.2011, 15:51 Uhr / Lesedauer: 1 min
Nach dieser von Torhüter Ralf Fährmann gegen Dorge Kouemaha verletzte sich der Schalker Torwart.

Nach dieser von Torhüter Ralf Fährmann gegen Dorge Kouemaha verletzte sich der Schalker Torwart.

Sein Torhüterkollege hatte ihm bei seinem Abgang noch ins Ohr geflüstert, wohin Elfmeterschütze Tiffert meistens schießt: „Rechts unten.“ Doch Tiffert entschied sich anders und Unnerstall musste nach 90 Minuten mit der 1:2-Niederlage fertig werden: „Das drückt natürlich auf die Stimmung.“ Viel schlimmer dürfte es am Samstag Abend um die Gefühlswelt von Fährmann bestellt gewesen sein. Erneut konnte der gebürtige Chemnitzer nicht den Beweis antreten, auf Schalke zu einer stabilen Nummer eins zu reifen. Wie ein roter Faden ziehen sich immer wieder Fehler und Patzer von Fährmann durch die bisherige Bundesligasaison.

Und es kam für Fährmann noch schlimmer: Bei der Aktion, die zu seinem Platzverweis führte, zog sich Fährmann zu allem Überfluss auch noch eine Bänderruptur im linken Knie zu. Damit wird der 23-Jährige einige Wochen ausfallen, in die Torhüter-Hierarchie bei den Königsblauen kommt Bewegung. Schon zum Saisonauftakt war Fährmann wegen eines Bänderrisses im Sprunggelenk beim Pokalspiel in Teningen ausgefallen und dort durch Lars Unnerstall ersetzt worden. Jetzt ist Unnerstall erster Kandidat als Fährmann-Vertreter. Aber bleibt es bei dieser Hierarchie oder feiert der zur Nummer drei degradierte Mathias Schober bald sein Comeback zwischen den Schalker Pfosten?

Dass der Marler mit seiner Rolle unglücklich ist, ist ein offenes Geheimnis. Doch Schober nimmt Fährmann in Schutz. „Er hat bisher viel Pech gehabt, sich zuletzt trotz eines Bänderrisses immer in den Dienst der Mannschaft gestellt“, sagte Schober. Die Rote Karte für Fährmann halte er für überzogen, „aber den Elfmeter konnte man geben“.   

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