Ralf Fährmann: „Haben keinen Grund für Kampfansagen“

Schalke-Torwart im Interview

Die Derby-Vorbereitungen beim FC Schalke 04 laufen nach Plan. Mannschaftskapitän Ralf Fährmann spricht vor dem „Spiel der Spiele“ darüber, warum es trotz Platz zwei in der Tabelle beim S04 ruhig bleibt, die Formkurve beider Mannschaften und die Schalker Serie von fünf Spielen ohne Gegentor.

Gelsenkirchen

, 23.11.2017, 07:00 Uhr / Lesedauer: 3 min
Schalkes Mannschaftskapitän Ralf Fährmann ist heiß auf das Derby gegen den BVB. „Es gibt Bundesligaspiele, da muss man sich im Vorfeld ein bisschen motivieren. Vor dem Derby muss man sich allerdings eher beruhigen“, sagt der Torhüter.

Schalkes Mannschaftskapitän Ralf Fährmann ist heiß auf das Derby gegen den BVB. „Es gibt Bundesligaspiele, da muss man sich im Vorfeld ein bisschen motivieren. Vor dem Derby muss man sich allerdings eher beruhigen“, sagt der Torhüter. © dpa

Am Mittwoch kehrte wie erhofft Leon Goretzka ins Mannschaftstraining zurück. Ein Einsatz des Mittelfeldspielers in Dortmund ist somit wahrscheinlicher geworden. Einer wird definitiv auflaufen: Torwart Ralf Fährmann. Der Mannschaftskapitän spricht über...


... seine Gefühlslage: „Man spürt, dass das Derby bevorsteht. Ein Prickeln liegt in der Luft. Alle sind heiß und freuen sich auf dieses Spiel. Mancher von uns kann es gar nicht abwarten, dass es los geht. Die Tage werden jetzt gefühlt sehr lang werden. Es gibt Bundesligaspiele, da muss man sich im Vorfeld ein bisschen motivieren. Vor dem Derby muss man sich eher beruhigen.“


... Trainer Domenico Tedesco: „Er ist auch vor diesem Spiel wie immer. Souverän, sachlich, kritisch. Er bereitet uns gut vor.“


... die Formkurven beider Mannschaften: „Was vor dem Derby war, ist egal. Diese Partie ist kein normales Spiel, sondern 90 Minuten mit Pokal-Charakter. Ob eine Mannschaft vorher erfolgreich war oder nicht, spielt keine Rolle. Entscheidend ist, was am Samstag auf dem Platz passiert.“


... das Leistungsniveau des BVB: „Dortmund hat eine brutale individuelle Klasse und wird versuchen in diesem Spiel ein Stück weit gut zu machen, was in den letzten Partien nicht so gelang. Wir sind auf dem zweiten Tabellenplatz, aber wir wissen das auch einzuschätzen. Als es zu Beginn der Saison nicht so gut lief, sind wir ruhig geblieben. Jetzt sind wir erfolgreich, bleiben aber auch gelassen.“


... eine Saison ohne Europacup-Teilnahme: „Auch wenn es schmerzhaft war, ist es ein Vorteil für uns, weil wir im Umbruch stecken. Man hat in der Woche mehr Zeit zum Training. Wir können neue Automatismen besser verinnerlichen und intensiver einstudieren.“


... die Schalker Abwehrstärke: „Man darf die Offensivspieler nicht außer Acht lassen. Unsere Spieler ackern genauso so viel wie wir hinten. Das ist ein Verdienst der gesamten Mannschaft, dass wir bisher so wenige Gegentore kassiert haben.“


... eine besondere Dortmunder Stärke: „Der BVB hat eine sehr schnelle Mannschaft. Deshalb sind wir gewarnt. Wir müssen einen guten Matchplan haben, um dort zu bestehen.“


... die Bedeutung der BVB-Niederlage gegen Tottenham: „Champions League und Bundesliga sind unterschiedliche Wettbewerbe. Da spielt es keine Rolle, wie diese 90 Minuten verlaufen sind. Auch kräftemäßig nicht, denn das Tottenham-Spiel war schon am Dienstag. Wir sind nicht der Favorit. Es ist ein Spiel auf Augenhöhe.“


... zur Ausgangsposition: „Wir gehen nicht als Favorit ins Spiel. Es ist eine Begegnung auf Augenhöhe.“


... fehlende Schalker Kampfansage: „Wir bleiben cool, weil wir wissen, dass wir noch jede Menge Arbeit vor uns haben. Es ist erst ein Drittel der Saison vorbei. Deshalb haben wir keinen Grund, Kampfansagen loszuschießen. Wir haben noch viel vor uns.“


... fünf Bundesligaspiele ohne Gegentor: „Das tut nicht nur mir gut, sondern der gesamten Abwehr und gibt Selbstvertrauen. In der gesamten Mannschaft spürt man eine gewisse Sicherheit und Routine.“

Öffentliches Abschlusstraining
Die letzte Einheit vor dem Derby am Freitag (15.30 Uhr) ist wie in der vergangenen Saison öffentlich. Damals waren rund 3000 Zuschauer dabei, um ihr Team auf das „Spiel der Spiele“ einzuschwören.
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