Richtungsweisende Schalke-Partie gegen Leverkusen

Vier Endspiele für Königsblau

Erinnern Sie sich noch? Es war der 21. März 2015, als der FC Schalke 04 einen entscheidenden Dämpfer im Kampf um einen Champions-League-Platz einstecken musste. 0:1 hieß es in der Veltins-Arena. Gegner damals war Bayer Leverkusen. Jetzt fragen sich viele Schalker Anhänger: Wiederholt sich diese Geschichte? Verspielen die Blau-Weißen erneut gegen Leverkusen die Champions-League-Qualifikation?

Gelsenkirchen

21.04.2016, 06:15 Uhr / Lesedauer: 2 min
Bilder der Begegnung Bayer Leverkusen gegen Schalke 04.

Bilder der Begegnung Bayer Leverkusen gegen Schalke 04.

Denn am Samstag (18.30 Uhr/Sky) haben die Königsblauen wieder in der entscheidenden Phase der Meisterschaft Bayer Leverkusen zu Gast. Und wieder ist es ein Schlüsselspiel im Kampf um die Qualifikation für die Königsklasse. Vier Spieltage vor dem Saisonende trennen beide Mannschaften bereits sechs Punkte. Außerdem hat Schalke das klar schlechtere Torverhältnis gegenüber Leverkusen und aus den letzten drei Bundesligaspielen nur einen Punkt geholt.

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Leverkusen feierte dagegen fünf Siege in Serie und blieb in den letzten sechs Pflichtspielen ohne Gegentor, so dass die Kritik an Trainer Roger Schmidt längst verstummt ist. Auf Schalke ist es genau umgekehrt. Trainer Breitenreiter steht nach dem besten Schalker Saisonstart seit 44 Jahren längst mit dem Rücken zur Wand. "Wenn wir in der kommenden Saison international spielen möchten, müssen wir gegen Leverkusen und auch in den Partien danach punkten", weiß Manager Horst Heldt, der sich bisher vergeblich bemüht hat, dass etwas mehr Ruhe im Verein einkehrt.

Nastasic könnte helfen

Denn auf Schalke warten nun die Wochen der Wahrheit. Vier Endspiele, die über die Bewertung der gesamten Saison entscheiden. Was kann Breitenreiter tun, damit Schalke das Saisonfinale erfolgreich bestreitet? Viele Alternativen hat der 42-Jährige zurzeit nicht. Höwedes und Goretzka absolvierten am Mittwoch Einzeltraining. Für das Leverkusen-Spiel sind beide noch kein Thema. Anders sieht es womöglich bei Matija Nastasic aus, der der wackeligen Abwehr mehr Stabilität verleihen könnte. Die Trainingseindrücke, die der Serbe hinterlässt, sind positiv. Gegen seinen Einsatz spricht jedoch, dass ihm nach seinem Achillessehnenriss jegliche Spielpraxis fehlt.

Große Not herrscht auch in der Offensive. Nur Leroy Sané strahlt momentan Torgefahr aus. Huntelaar und vor allem Di Santo sind dagegen weit von ihrer Bestform entfernt. Und auch Choupo-Moting enttäuschte zuletzt in München auf der ganzen Linie. Dass Schalke in drei der letzten fünf Spiele ohne Torerfolg blieb, erscheint deshalb keineswegs als Zufall. Ob ausgerechnet gegen Leverkusen der Knoten platzt, einem Schalker Angstgegner, der bereits 28 Siege gegen die Blau-Weißen feierte?

Horst Heldt soll ein heißer Kandidat für die Nachfolge von Heribert Bruchhagen als Vorstandsvorsitzender von Eintracht Frankfurt sein.

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