Sascha Riether: Trainingslager ist ein gutes Omen für die Rückrunde auf Schalke

Schalke 04

Schalke 04 beendet ein harmonisches Trainingslager in Spanien. Mit dem Thema Saisonziel gehen die Königsblauen inzwischen offensiver um.

Fuente Alamo/Hamburg

, 10.01.2020, 14:08 Uhr / Lesedauer: 2 min
Sascha Riether: Trainingslager ist ein gutes Omen für die Rückrunde auf Schalke

Exzellente Bedingungen für Benito Raman und Co.: Schalkes Verantwortliche waren zufrieden mit dem Trainingslager. © dpa

Wenn es nach Sascha Riether gegangen wäre, hätte es keiner Winterpause bedurft. „Es war schade, dass es nach der Rückrunde nicht sofort weitergegangen ist“, grinste der Koordinator der Lizenzspielerabteilung kurz vor dem Abflug aus dem Schalker Trainingslager in Fuente Alamo.

Sascha Riether hat zwei Jahre in England gespielt, aus dieser Zeit ist er es gewöhnt, keine Winterpause zu haben. Der ein oder andere Spieler wird sich über die paar freien Tage gefreut haben, aber insgesamt hat Riether wohl Recht: Den Schwung, der Schalke durch die Hinrunde und letzlich auf Platz fünf in der Tabelle getragen hat, würde man nur ungern verlieren. „Es mag Teams gegeben haben, die froh über die Pause waren - aber wir natürlich nicht“, fasste der 36-Jährige zusammen. Jetzt gelte es, an die guten Leistungen der Hinrunde anzuknüpfen.

Darum spielt Schalke am Freitagabend gegen den HSV

Allzuviel Zeit zum Durchschnaufen und zur Vorbereitung auf die Rückrunde hatten die Profis sowieso nicht - keine vier Wochen liegen zwischen dem letzten Spiel gegen den SC Freiburg und dem Rückrundenauftakt gegen Borussia Mönchengladbach am kommenden Freitag (20.30 Uhr).

Auch das Trainingslager gehörte zu den kürzeren der jüngeren Vereinsgeschichte: Zieht man An- und Abreisetag ab, waren die Köngsblauen gerade einmal fünf Tage vor Ort.

Das sagen die Schalker Verantwortlichen über das Trainingslager

Am Donnerstag gab es noch eine Trainingeinheit am Vormittag, nachmittags ging es zurück nach Hamburg, wo heute Abend noch das Testspiel gegen den HSV ansteht. „Wir haben uns bewusst für einen Test am Freitagabend entschieden, weil das Spiel gegen Gladbach ebenfalls ein Abendspiel ist“, begründete Riether, „so bleiben die Jungs im Rhythmus.

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Riether war maßgeblich an der Organisation des Trainingslagers beteiligt - zum ersten Mal, bis Ende der vergangenen Saison war er ja noch selbst Profi. „Ich bin ein bisschen erleichtert“, gab er zu. „Es ist schon jede Menge Arbeit, so ein Trainingslager zu organisieren. Ich habe aber von den Verantwortlichen ein sehr gutes Feedback bekommen.“

Gutes Wetter und keine Verletzten

Die Bedingungen waren in der Tat ideal: Das Mannschaftshotel war abgelegen und bot so gut wie keine Versuchungen für potenziell feierfreudige Spieler, der neu angelegte Trainingsplatz war in einem exzellenten Zustand, und das Wetter spielte auch mit: Während der ganzen Zeit fiel kein einziger Tropfen Regen.

„Am Wichtigsten war, dass es keine Verletzten gab“, fasst Riether zusammen. „Die Jungs waren sehr zufrieden – hoffen wir mal, dass es ein gutes Omen war, hier zu trainieren.“

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Auch atmosphärisch war es ein harmonisches Trainingslager: Zum großen Thema Alexander Nübel hatten Trainer David Wagner und Sportvorstand Jochen Schneider sich schon ganz zu Beginn umfassend geäußert und verhindert, dass das Thema für die restliche Zeit in Spanien vor sich hin schwelte.

Diskussionen um den Nübel-Vertrag bei den Bayern

Dieses Problem haben jetzt eher die Bayern: Obwohl Nübel erst im Sommer zum Rekordmeister wechselt, beschäftigt diese Personalie bereits jetzt die Medienlandschaft im Süden der Republik. Wie der Fernsehsender Sport1 jetzt berichtete, soll es in Nübels Vertrag eine Klausel geben, die ihm eine gewisse Anzahl an Spielen zusichert - bisher hatten Bayerns Verantwortliche die Existenz einer solchen Absprache immer bestritten, und auch Stammtorwart Manuel Neuer hatte deutlich klar gemacht, dass er nicht bereit sei, zugunsten von Nübel auf Einsatzzeiten zu verzichten.

Auf Schalke konzentriert man sich jetzt voll auf die Rückrunde. Viele Spieler fomulieren inzwischen offensiv das Saisonziel Europacup. „Wenn wir so weitermachen, dann ist viel drin“, sagt auch Riether. Dass müsse jedem einzelnen bewusst sein.