Schalke am Samstag wieder mit Max Meyer?

"Endspiel" gegen Leverkusen

In München musste Max Meyer 69 Minuten zuschauen, zuvor gegen Borussia Dortmund saß er eine Stunde auf der Ersatzbank. Und am Samstag (18.30 Uhr) gegen Bayer Leverkusen? Schalke-Trainer André Breitenreiter begründete das zweimalige Fehlen von Meyer in der Startformation mit taktischen Erwägungen.

GELSENKIRCHEN

22.04.2016, 20:21 Uhr / Lesedauer: 2 min
Rückt Max Meyer (r.) gegen Leverkusen wieder in die Schalker Startelf?

Rückt Max Meyer (r.) gegen Leverkusen wieder in die Schalker Startelf?

„In den letzten beiden Spielen hatten wir eine andere Ausrichtung, deswegen war er draußen. Wir brauchten vorne Größe gegen die Bayern und Geschwindigkeit über die Außenpositionen - das gehört nicht zu den Vorzügen von Max. Als er dann reinkam, hat er es aber immer gut gemacht“, so Breitenreiter.

"Ein großes Thema"

Gegen Leverkusen darf sich Meyer aber Hoffnungen auf die Startelf machen. „Max hat ordentlich trainiert“, betonte der S04-Trainer und kritisierte: „Ich verstehe nicht, warum das sofort ein großes Thema ist, wenn einer mal nicht spielt. Ich sage nur Subotic in Dortmund - da hört man gar nichts, obwohl er Stammspieler war und jetzt viel seltener zum Einsatz kommt. Man sollte nicht immer so viel reininterpretieren.“

Nicht normal ist indes, dass Schalke nach 30 Spieltagen und nur 45 Punkten als Tabellensiebter mit einem negativen Torverhältnis immer noch die Chance hat, sich für die Champions League zu qualifizieren. Doch die Schwächen der Konkurrenz machen es möglich - auch bei Wolfsburg, Mönchengladbach und Hertha BSC Berlin läuft derzeit nicht alles rund.

Kolasinac für Aogo?

„Ich schaue in alle Richtungen“, sagte Manager Horst Heldt mit Blick auf die Tabelle. Auch der Sechs-Punkte-Vorsprung auf den Achten Wolfsburg sei kein Ruhekissen. „Die Mannschaft muss sich so engagieren, dass das Stadion zu einem Hexenkessel wird“, wünscht sich Heldt.

Die in München praktizierte defensive 5-4-1-Strategie wird Breitenreiter diesmal wohl kaum praktizieren. Dafür steht gegen Leverkusen zu viel auf dem Spiel. Erwartet werden darf, dass Schalke wieder in einer 4-2-3-1-Aufstellung aufläuft. Eine Alternative ist Sead Kolasinac, der in München gelbgesperrt war und für den schwachen Dennis Aogo auf die Linksverteidiger-Position rücken könnte.

Holprige Phasen

„Wir müssen an uns glauben“, sagte Breitenreiter. In seinen Augen ist eine Weiterentwicklung der Mannschaft trotz „holpriger Phasen“ zu sehen: „Wir haben Spieler zu Nationalspielern gemacht und Spieler individuell verbessert. Wir sind deutlich variabler geworden, auch wenn das natürlich fehlerbehaftet ist, was aber zur Entwicklung dazugehört“, betonte der 42-Jährige.

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Aber er weiß auch, wie wichtig die Partie ist: „Wenn wir noch an sie heran kommen wollen, wäre ein Sieg ideal. Dazu brauchen wir die Unterstützung von den Rängen, Konzentration und vielleicht auch ein Quäntchen Glück.“

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