Schalke gegen 1. FC Köln unter enormem Druck

GELSENKIRCHEN Auf der Titelseite des Schalker Vereinsmagazins steht zu Heimspielen stets ein Willkommens-Gruß für den Gegner. Der flotte Spruch vor dem heutigen Spiel gegen den 1. FC Köln (20.30 Uhr) kann dabei durchaus zweideutig interpretiert werden: „Heute schießen wir einen Bock!“

von Von Norbert Neubaum

, 06.03.2009, 10:47 Uhr / Lesedauer: 2 min
Schalke gegen 1. FC Köln unter enormem Druck

In der Nähe des Schalker Maskottchens dürfte sich Orlando Engelaar heute länger aufhalten - der Niederländer muss nach anhaltend schwachen Leistungen gegen Köln vermutlich auf die Ersatzbank.

Vorsichtshalber hat Müller angekündigt, nicht von sich aus zurückzutreten, und Rutten begegnet den Rauswurf-Gerüchten um seine Person mit gelassenem Charme: „Das war hier doch schon drei oder vier Mal der Fall. Das ist ja schon Gewöhnung für mich.“ Manager Andreas Müller sitzt dabei in der „Rutten-Falle“: Er hat sein berufliches Schicksal so eng mit dem des Trainers verknüpft, dass eine alleinige Trennung von Rutten, der mit Schalke bislang chronisch erfolglos ist, ausgeschlossen scheint. Wie Rutten das Schiff nach dem Untergang in Mainz heute wieder auf Kurs bringen will, ist unklar. Die Kölner kommen immerhin als drittbeste Auswärtsmannschaft in die Arena, in der Kevin Kuranyi und Orlando Engelaar als Konsequenz aus dem Pokal-Aus heute wohl zunächst nur auf der Bank sitzen werden. Fred Rutten ahnt, dass die aktuell Verantwortlichen – Mannschaft, Trainer, Manager – kaum noch Kredit beim Publikum haben. Beinahe flehentlich klang gestern sein Appell an die Schalker Anhänger: „Wir können verstehen, dass die Leute enttäuscht sind. Aber diese Mannschaft braucht die Hilfe der Fans.“ Kurios: Trotz der Dauer-Krise würde Schalke mit einem Sieg wieder zu einem ernsthaften UEFA-Cup-Kandidaten aufsteigen.