Schalke sieht Prüfung gelassen entgegen

Nachlizenzierung

HAMBURG Die angespannte Finanzlage beim Fußball-Bundesligisten FC Schalke 04 wird von der Deutschen Fußball Liga (DFL) geprüft, doch der Club befürchtet keine ernsthaften Konsequenzen.

Hamburg (dpa)

18.10.2009, 14:32 Uhr / Lesedauer: 2 min
Trainer und Vorstandsmitglied Felix Magath gibt sich gelassen.

Trainer und Vorstandsmitglied Felix Magath gibt sich gelassen.

Nach der Lizenzerteilung für die Saison 2009/2010 werden nach SZ- Angaben insgesamt rund 20 Vereine aus der 1. und 2. Fußball-Bundesliga nachträglich inspiziert, darunter auch Zweitliga-Aufsteiger Union Berlin. Die DFL kann auf Verstöße mit Sanktionen wie Geldstrafen und Punktabzug oder im schlimmsten Fall mit dem Lizenzentzug reagieren. Die Vereine haben bis Jahresende Zeit, Mängel abzustellen. Die DFL prüft seit der Saison 2006/07 routinemäßig, ob sich bei den Vereinen nach der Lizenzerteilung finanzielle Rahmenbedingungen geändert haben. In der Spielzeit 2007/08 waren dem Zweitligisten TuS Koblenz sechs Punkte abgezogen. Der Verein hatte im Lizenzierungsverfahren Spielerverträge verschwiegen.Zusätzliche Ausgaben in Höhe von zehn Millionen

Nach der Lizenzerteilung für die Saison 2009/2010 werden nach SZ- Angaben insgesamt rund 20 Vereine aus der 1. und 2. Fußball-Bundesliga nachträglich inspiziert, darunter auch Zweitliga-Aufsteiger Union Berlin. Die DFL kann auf Verstöße mit Sanktionen wie Geldstrafen und Punktabzug oder im schlimmsten Fall mit dem Lizenzentzug reagieren. Die Vereine haben bis Jahresende Zeit, Mängel abzustellen. Die DFL prüft seit der Saison 2006/07 routinemäßig, ob sich bei den Vereinen nach der Lizenzerteilung finanzielle Rahmenbedingungen geändert haben. In der Spielzeit 2007/08 waren dem Zweitligisten TuS Koblenz sechs Punkte abgezogen. Der Verein hatte im Lizenzierungsverfahren Spielerverträge verschwiegen.Zusätzliche Ausgaben in Höhe von zehn Millionen

Bei Schalke 04 geht es nach SZ-Informationen unter anderem um zusätzliche Ausgaben in dieser Saison in Höhe von zehn Millionen Euro für den neuen Trainer Magath und dessen Team. Schalke-Geschäftsführer Peter Peters wollte diese Angaben weder bestätigen noch dementieren. «Es ist doch normal, dass wir uns zu Vertragsinhalten nicht äußern», sagte Peters der Deutschen Presse-Agentur dpa. Mit dem Punktabzug für Koblenz im Vorjahr sei der Fall nicht zu vergleichen. «Das sind komplett unterschiedliche Fälle», meinte Peters. Die DFL wollte die Untersuchungen am Sonntag auf dpa-Anfrage nicht kommentieren.

Magath erinnerte daran, dass es schon im Sommer geheißen habe, der Club müsse Spieler verkaufen. «Und auch jetzt bin ich ganz gelassen, was diese Sache angeht», betonte der Schalker Trainer.Peters sieht Drohung gelassen entgegen

Peters steht einer angeblichen Drohung des US-Bankiers Stephen L. Schechter ebenfalls gelassen gegenüber. Wie die SZ berichtete, habe Schechter, der Schalke eine Anleihe über 75 Millionen Euro mit der «Prudential Trustee Company Limited» vermittelte, dem Verein wegen angeblicher Vertragsbrüche mit der Fälligstellung der Anleihen für Ende Oktober und Forderungen in Höhe von 102,8 Millionen Euro gedroht. «Schechter ist nicht unser Vertragspartner, sondern war nur der Vermittler. Er hat alle seine Provisionen inklusive der Reisekosten erhalten», sagte Peters dazu.

Union Berlin hat derweil die Nachprüfung der DFL bestätigt, stellt dies allerdings als ganz normalen, geplanten Vorgang im Rahmen des Lizenzierungs-Verfahrens dar. Bis zum 31. Oktober müsse der Verein der DFL aktuelle Zahlen liefern. Dies habe aber nichts mit der jüngsten Kündigung des Hauptsponsors International Sport Promotion (ISP) zu tun, versicherte ein Sprecher.

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