Schalke 04 gehört nach einem Drittel dieser Bundesligasaison zu den positiven Überraschungen. Doch ein Spieler gibt bisher Rätsel auf.

Gelsenkirchen

, 26.11.2019, 14:58 Uhr / Lesedauer: 2 min

Als Mark Uth am vergangenen Samstag nach 73 Minuten im Bremer Weserstadion ausgewechselt wurde, gab es wohl niemanden, der diese Maßnahme nicht verstand. Nicht dass Uth enttäuschte in Sachen Einsatz und Engagement, sondern es waren andere Unzulänglichkeiten in seinem Spiel, wie zum Beispiel seine schwache Zweikampfquote, die seine Auswechslung rechtfertigten.



Noch immer scheint der 28-Jährige nach seiner langen verletzungsbedingten Zwangspause auf der Suche nach Rhythmus und Position im Schalker Spiel zu sein. Das frühe Attackieren des Gegners, wie Trainer David Wagner es wünscht, beherzigte Uth auch im Spiel gegen Bremen. Aber er trieb sich auch auf beiden Außenbahnen herum und manchmal ließ er sich so weit zurückfallen, dass der Betrachter rätselte, ob dies wirklich seine Aufgabe ist.




Null Tore und null Torvorbereitungen



Zumal der gebürtige Kölner noch vor kurzer Zeit sagte: „Im Zentrum fühle ich mich am wohlsten“. Doch weil er sich auf dem Platz auch in anderen Regionen herumtreibt, stellt sich die Frage, ob er sich nicht eigener Stärken im gegnerischen Strafraum durch diese kraftraubende Spielweise beraubt.



Wie auch immer, Uth braucht dringend ein Erfolgserlebnis in Form eines Tores, um seine persönliche Formkrise zu beenden. Null Tore und null Torvorbereitungen sind eine Zwischenbilanz, die niemanden zufrieden stellt.


Lob für Trainingsleistungen


Zwar werden dem Nationalspieler regelmäßig gute Trainingsleistungen attestiert, aber auf dem Platz ist davon kaum etwas zu sehen. Uth wirkt phasenweise wie ein Fremdkörper im Schalker Spiel.



Schon in seinem ersten Schalke-Jahr kam der aus Hoffenheim geholte Stürmer lediglich auf vier Treffer. In dieser Saison wollte er es viel besser machen. Doch erst machte ihm die Verletzung einen dicken Strich durch die Rechnung und nun will Uth einfach nicht in den Spielrhythmus kommen.


Schwierige Konkurrenzsituation


Dass die Konkurrenzsituation im Schalker Angriff durch den erstarkten Benito Raman für Uth nicht einfacher geworden ist, kommt hinzu. Auch seine Angriffskollegen Guido Burgstaller und Ahmed Kutucu warten auf weitere Einsatzchancen. Uth wird sich also erheblich steigern müssen, um wieder regelmäßig zum Einsatz zu kommen. Ansonsten droht auch sein zweites Schalke-Jahr für ihn zu einer Enttäuschung zu werden

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