Die Torhüter sind auf Schalke ein großes Thema. Jetzt hat Trainer David Wagner eine Grundsatzentscheidung getroffen. Die bisherige Nummer eins Alexander Nübel muss noch viel lernen.

Gelsenkirchen

, 04.03.2020, 17:03 Uhr / Lesedauer: 1 min

Mit seiner Degradierung zu Schalkes Nummer zwei für den Rest der Saison ist Alexander Nübel an einem sportlichen Tiefpunkt angelangt. Von seinen öffentlichen geäußerten Ambitionen, bald eine neue Torhüter-Ära zu prägen, ist Nübel aktuell so weit entfernt wie der SC Paderborn vom Titelgewinn.


Doch Trainer David Wagner blieb gar keine andere Wahl, als so zu entscheiden, um das Torwartthema zu entschärfen, damit der sportliche Erfolg durch unnötige Nebenkriegsschauplätze nicht gefährdet wird.

Keine Kommunikation


Nübel ist auch ein Opfer seiner mangelnden Kommunikationsbereitschaft. Seitdem der Wechsel zum FC Bayern ab der nächsten Saison feststeht, hat es der Torhüter nicht ein einziges Mal für nötig befunden, seine Sicht der Dinge zu erklären und um Verständnis zu werben. Schließlich gehören Vereinswechsel im Profifußball zum Alltagsgeschäft. Dies überließ er seinen Beratern und war damit schlecht beraten.


Denn wer Fragen nicht zulässt, darf sich nicht wundern, wenn die Kritik immer stärker wird. Nübel hat – ob gewollt oder nicht – den Eindruck in der Öffentlichkeit verfestigt, nur an seine eigenen Interessen zu denken. So etwas stößt gerade auf Schalke vielen Fans übel auf.

Nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten


Der immer wieder ins Spiel gebrachte Hinweis, Nübel sei doch noch ein junger Spieler, ist in diesem Zusammenhang lächerlich. Der gebürtige Paderborner ist seit fünf Jahren beim FC Schalke 04 unter Vertrag. Wenn er bis dahin noch nicht verstanden hat, dass ein Profi nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten hat, wäre das sehr bedenklich. Nun hat der Schlussmann viel Zeit, sein Verhalten zu reflektieren. Ihm bleibt nur zu wünschen, dass er schnell die richtigen Schlüsse zieht. Denn dafür ist es noch längst nicht zu spät.