Im Trainingslager von Herzlake wird auch am neuen Mannschaftsgeist gebastelt. Einer der Spieler, die eine Führungsrolle übernehmen können, ist Bastian Oczipka. Er spricht über seine Rolle.

Herzlake

, 17.07.2019, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wie man im idyllischen, aber eher abgelegenen Romatik-Hotel „Aselager Mühle“ die Verbindung zur Außenwelt herstellt, hat Bastian Oczipka schnell herausgefunden. „Wenn man in Richtung Rezeption geht, hat man WLAN“, grinst Schalkes Linksverteidiger. Ansonsten steht es in Herzlake eher schlecht um den Handyempfang: Rund um den Trainingsplatz herrscht Funklochalarm.

Aber vielleicht ist das ja auch von Trainer David Wagner durchaus so gewollt - schließlich soll sich Schalke ja in Ruhe auf die Saison vorbereiten. Das kurzfristig angesetzte Trainingslager im Emsland war ein besonderer Wunsch von Wagner gewesen, hatte Sportvorstand Jochen Schneider verraten. „Da die Chinareise in diesem Jahr ausfällt, hatten wir die Möglichkeit, ihm diesen Wunsch zu erfüllen“, so Schneider.

Noch ist Herzlake nicht „Schmerzlake“

Vor zehn Jahren hatte Felix Magath noch dafür gesorgt, dass Herzlake in „Schmerzlake“ umbenannt wurde: Mitarbeiter des Vereins berichten heute noch von Laufeinheiten vor dem Frühstück und ähnlichen magathtypischen Aktionen.

Ganz so schlimm ist es unter Wagner nicht und soll es wohl auch nicht mehr werden: Zwar stehen durchaus auch Einheiten auf dem Programm, mit denen die Kondition gestärkt werden soll, auf der anderen Seite sollen aber auch die Spieler wieder zu einer echten Mannschaft werden - das waren sie in der vergangenen Saison nicht, und das war bekanntlich auch ein Grund für das schlechte Abschneiden.

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Schalke im Trainingslager in Herzlake

17.07.2019
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Schalke im Trainingslager in Herzlake© Heselmann
Schalke im Trainingslager in Herzlake© Heselmann
Schalke im Trainingslager in Herzlake© Heselmann
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Bastian Oczipka blickt jedenfalls optimistisch auf die neue Saison: „Die Pause hat allen gut getan“, sagt er. „Wir sind wieder voll da, und wir haben einen neuen Trainer mit einer neuen Spielphilosophie.

Oczipka und die Frage nach der Konkurrenz

In der vergangenen Saison hatte Oczipka in der Fünferkette auf der linken Seite gespielt, sich dort also auch in den Angriff eingeschaltet. Wagner bevorzugt die Viererkette, in der ein Linksverteidiger traditionell eine eher defensivere Rolle einnimmt. „Ich bin als Linksverteidiger in der Viererkette groß geworden“, will Oczipka diese neue Rolle durchaus annehmen.“

Ob er dazu Gelegenheit hat, ist allerdings eine andere Frage. Bekanntlich ist Schalke noch auf der Suche nach einem neuen Linksverteidiger - ein Kandidat ist Robin Gosens von Atalanta Bergamo, bislang liegen die finanziellen Vorstellungen der beiden Vereine allerdings noch zu weit auseinander. „Es ist klar, dass immer Konkurrenz im Spiel ist“, macht sich Oczipka allerdings darüber keine großen Sorgen.


Wer soll neuer Schalke-Kapitän werden?

Auch in Sachen Mannschaftsgefüge ist der 29-Jährige ein logischer Kandidat für eine Führungsposition. Bekanntlich will Trainer David Wagner selbst bestimmen, wer erster und stellvertretender Kapitän wird - die Mannschaft soll dann aus ihrem Kreis noch zwei weitere Spieler in den Mannschaftsrat wählen.

Der bisherige Kapitän Ralf Fährmann ist an Norwich City verliehen und kommt für den Posten nicht infrage. Als Kandidaten mit den größten Chancen gelten Benjamin Stambouli, Daniel Caligiuri und Guido Burgstaller. Weston McKennie, der vor kurzem erst noch seinen Vertrag auf Schalke verlängert hat, soll ebenfalls mehr Verantwortung bekommen, gilt aber wegen seiner Jugend eher als Kandidat für den stellvertretenden Kapitän.

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