Schalke und der nächste Härtetest

Schalke 04

So schnell geht es, wenn man erfolgreich ist. Am Freitagnachmittag wurde Schalke-Trainer David Wagner die Meisterfrage gestellt.

Gelsenkirchen

, 06.12.2019, 17:29 Uhr / Lesedauer: 2 min
Schalke und der nächste Härtetest

Kopfballstark: Schalkes Innenverteidiger Ozan Kabak. © dpa

Das mutete reichlich verwegen für eine Mannschaft an, die in der vergangenen Saison nur Rang 14 erreichte und phasenweise in Abstiegsgefahr schwebte. Doch seit Wagner das Kommando auf Schalke übernommen hat, ist nichts mehr so wie früher. Platz drei nach 13 Spieltagen sind eine eindrucksvolle Bilanz, auch wenn der Schalker Trainer den Stellenwert der Tabelle als sehr gering ansiedelt.


„Natürlich ist das nett, nach 13 Spielen Dritter zu sein. Aber das ist wirklich vollkommen unwichtig. Wir sollten Demut und Bescheidenheit bewahren, aber trotzdem ambitioniert bleiben. Das ist überhaupt gar kein Widerspruch“, betonte Wagner vor dem schweren Auswärtsspiel in Leverkusen (18.30 Uhr/Sky). Für seine Mannschaft ist es der nächste Härtetest gegen einen Gegner, den der 48-Jährige „als eine der Top-Mannschaften der Liga“ bezeichnete. Bisher haben die Königsblauen gegen Gegner dieser Kategorie nur in Leipzig (3:1) gewonnen.

Erst eine Auswärtsniederlage



Froh dürfte der Schalker Coach darüber sein, dass ihm Matija Nastasic wohl doch zur Verfügung stehen wird. Der Serbe trainierte aus Gründen der Belastungssteuerung am Donnerstag nur reduziert. Wagner: „Ich gehe davon aus, dass er in Leverkusen spielen kann.“



Dann wäre es nicht unwahrscheinlich, dass Wagner derselben Mannschaft vertraut wie in der Vorwoche beim 2:1-Erfolg gegen Union Berlin. Gegen die offensivstarken Leverkusener ist defensive Stabilität besonders wichtig. Herausragend hat in den vergangenen Wochen Ozan Kabak in der Innenverteidigung agiert.

Lob für Ozan Kabak


„Es ist absolut bemerkenswert, wie er das macht. Wir dürfen nicht vergessen, dass Ozan aus der A-Jugend kommt“, so Wagner, dessen Mannschaft seit fünf Spieltagen ohne Niederlage ist. „Auswärts sind wir recht gern unterwegs“, sagte der Schalker Trainer mit leichtem Schmunzeln und spielte damit auf die Tatsache an, dass sein Team auf fremden Plätzen in dieser Saison erst einmal verloren hat. Und das war auch noch sehrunglücklich beim 0:2 gegen Hoffenheim.



Wagner macht keinen Hehl daraus, dass er positiv überrascht ist, wie schnell seine Spieler seine Vorgaben umgesetzt haben. „Hätte mir vor der Saison jemand prophezeit, dass wir 25 Punkte nach 13 Spieltagen haben, dann hätte ich gesagt: Unmöglich“, so der 48-Jährige. Umso glücklicher ist er auch über die Art und Weise, wie seine Mannschaft spielt.



Neuer Rasen in der BayArena


Nach dem überraschenden Sieg beim FC Bayern will Leverkusens Trainer Peter Bosz endlich wieder vor eigenem Publikum nachlegen. „Ich hoffe nicht, dass München ein Ausnahmespiel war. Wenn man oben mitspielen will, muss man die Heimspiele gewinnen“, sagte Bosz.


Optimistisch dürfte ihn stimmen, dass Nationalspieler Kai Havertz wieder einsatzfähig ist und ein neuer Rasen in der BayArena verlegt worden ist. „Der Rasen macht einen guten Eindruck“, befand Bosz, der sich zuletzt massiv über die Rasen-Qualität in Leverkusen beschwert hatte.

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