Schwere Vorwürfe gegen Teile des Schalker Publikums. Hertha-Spieler Jordan Torunarigha soll von einigen Zuschauern rassistisch beleidigt worden sein. Wir ordnen das Geschehen ein.

Gelsenkirchen

, 05.02.2020, 18:47 Uhr / Lesedauer: 1 min

Als Peter Peters auf der Schalker Mitgliederversammlung 2019 sich klar gegen Diskriminierung und Rassismus positionierte und die Einrichtung einer #stehtauf-Anlaufstelle ankündigte, gab es Stimmen, die solches Engagement für übertrieben hielten. Doch die Vorkommnisse vom Dienstagabend machen deutlich, dass die Sorgen des Schalker Finanzvorstandes ernst genommen werden sollten.


Mag die Gruppe derjenigen, die Hertha-Spieler Jordan Torunarigha rassistisch beleidigten, noch so klein gewesen sein, die Marschrichtung kann nur lauten: Wehret den Anfängen!


Deshalb war es gut und richtig, wie schnell die Schalker Vereinsführung reagierte und nicht den geringsten Zweifel daran ließ, dass sie solche Vorkommnisse entschieden verurteilt. Und auch Schiedsrichter Harm Osmers ging nicht zur Tagesordnung über, sondern fertigte einen Sonderbericht an.

Fan-Initiative leistet gute Arbeit


Grund zur Sorge, dass solche schlimme Aktionen bald zum Alltag im deutschen Profifußball gehören könnten, bestehen aktuell nicht. Das gilt besonders für Schalke 04, das im Kampf gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit eine Vorreiterrolle gespielt hat und bis heute auch weiterhin einnimmt.


Man muss nur an die unmissverständlichen Reaktionen im „Fall Tönnies“ erinnern, um die Arbeit der Schalker Fan-Initiative zu würdigen. Nichtsdestotrotz bleibt es eine ständige Herausforderung, aufmerksam zu bleiben, wenn versucht wird, Menschen auszugrenzen oder zu diffamieren. Eine klare Haltung bleibt das Gebot der Stunde.

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