Schalker Chaostage halten an: Felix Magath will bleiben

Abschied auf Raten

Sofortige Trennung oder weitere Zusammenarbeit zumindest bis zum Saisonende? Auf Schalke hält das Rätselraten um die Zukunft von Trainer Magath an. Noch immer verweigern alle Beteiligten klare Aussagen - und noch immer gibt sich der Coach kämpferisch.

GELSENKIRCHEN

von Von Norbert Neubaum und Frank Leszinksi

, 11.03.2011, 18:14 Uhr / Lesedauer: 2 min
Gab sich am Freitag kämpferisch: Felix Magath.

Gab sich am Freitag kämpferisch: Felix Magath.

Kein schmeichelhaftes Urteil. Schalke hat es geschafft, sich den Ruf eines Chaos-Klubs wieder hart zu erarbeiten. Und Magath, der sich im königsblauen Trainingsanzug betont sportlich und vereinstreu zeigte, fand nach anfänglichem Zögern („Nur Fragen zum Spiel bitte“) Gefallen daran, seine Sicht der Dinge zu erklären. Und die warf kein gutes Licht auf seine internen Widersacher, die offenbar erfolgreich an seinem Stuhl sägen und gesägt haben. Nur ein Beispiel aus dem Schalker Schmierentheater: Von der angeblichen Entlassung des Schalker Pressechefs Rolf Dittrich (wir berichteten) habe er, Magath, am Donnerstag Abend erfahren, weil sein Sohn die Meldung am Fernseher aufgeschnappt hatte. Daraufhin habe Magath Dittrich angerufen, der wusste nichts von einer Kündigung. Er habe nur eine E-Mail erhalten, nachdem er seine künftigen Aktivitäten mit Geschäftsführer Peter Peters abstimmen müsse.

Am Freitag Morgen habe Dittrich per E-Mail von Peter Peters von seiner Freistellung erfahren. Auf der Internet-Seite heißt es: Diese Entscheidung (Dittrichs Freistellung) habe der Vorstand mehrheitlich nach Empfehlung des Aufsichtsrates getroffen. Die Crux: Magath ist Vorstandssprecher und ist nach seiner Aussage von den Vorstandskollegen Peters und Horst Heldt nicht gefragt worden. „Es sieht so aus“, so Magath auf die Frage, ob das nicht ein Vertrauensbruch sei. Dennoch – Magath hat nicht vor seinen Arbeitsstil zu ändern. Magath bleibt wohl nicht auf Schalke, aber Magath bleibt Magath: „So wie ich arbeite, bin und war ich erfolgreich. Sonst hätte Schalke mich ja auch nicht geholt...“ Aber nun schicken sie ihn wohl weg. Und Skibbe, der heute mit der Eintracht auf Schalke trifft, wird sein Schicksal wohl teilen.    

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