Schalker Profis reden Tacheles über ihre Defizite

Aussprache unter Spielern

Das nächste Bundesligaspiel ist für Roman Neustädter ein besonderes: Am Samstag bei Hertha BSC Berlin steht der Schalker Mittelfeldspieler vor seinem 100. Bundesligaspiel. In Jubiläumsstimmung ist der 25-Jährige zurzeit jedoch nicht. Schalke steckt in einer Herbstdepression.

GELSENKIRCHEN

von Von Frank Leszinski

, 29.10.2013, 22:14 Uhr / Lesedauer: 1 min
Schalker Tristesse beim Revierderby.

Schalker Tristesse beim Revierderby.

Neustädter ist optimistisch, dass die Aussprache Früchte trägt. "Heute hat man im Training gemerkt, dass alle Spieler hochmotiviert bei der Sache sind", betonte der Mittelfeldspieler, der sich den Blick auf die aktuelle Bundesliga-Tabelle momentan erspart, am Dienstag. "Es bringt doch nichts, nach jedem Spieltag auf die Tabelle zu gucken. Momentan sind die ersten drei Mannschaften weit weg. Wir müssen zusehen, dass wir in den nächsten Wochen so oft punkten wie möglich."Dass es in Berlin nicht einfach wird für Schalke, braucht Neustädter nicht extra zu betonen. "Der Aufstieg in die Bundesliga hat der Hertha einen zusätzlichen Schub verliehen. Wir sind gewarnt. Aber ich bin sicher, dass sich jeder Spieler den A... aufreißen wird", sagt er.

Neustädter hat sich zuletzt verstärkt um Julian Draxler gekümmert, der sportlich momentan im Tief steckt und seine Leistungen bemerkenswert selbstkritisch kommentierte. "Ich habe Julian gesagt, dass er den Kopf jetzt nicht hängen lassen soll. Er ist erst 20 Jahre alt und hat ein unglaubliches Potenzial. Ich bin mir ganz sicher, dass er schnell zur alten Leistungsstärke zurückfindet", betont Neustädter.Das ist auch dringend nötig, denn die Königsblauen haben auch in der Offensive reichlich Probleme. Der längerfristige Ausfall von Klaas-Jan Huntelaar ist besonders bitter. Der Stürmer muss die längste Verletzungspause seiner Karriere hinnehmen. Drei bis vier Monate müssen die Königsblauen mindestens auf den 30-Jährigen verzichten.

In dieser Trainingswoche gilt es für Schalke-Trainer Jens Keller außerdem die Abwehr-Fehler abzustellen. Dennis Aogo: "Die Defensive muss stehen, denn offensiv bekommen wir immer unsere Chancen. Das ist der Schlüssel, um wieder in die Spur zu finden." Ob das schon in Berlin klappen wird?

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