Schalkes Abwehr stellt sich am Samstag von selbst auf

Gegen Gladbach

Es bleibt dabei: Auch im vierten Pflichtspiel der Saison 2014/2015 wird die Abwehr der Königsblauen ein anderes Gesicht bekommen. Ausgerechnet Joel Matip, die feste Größe in der Innenverteidigung, muss wegen Adduktorenproblemen in Mönchengladbach passen.

GELSENKIRCHEN

von Frank Leszisnki

, 11.09.2014, 20:47 Uhr / Lesedauer: 2 min
So sieht das Schalker Training aus der Luft aus. Für Trainer Jens Keller geht es bis Samstagabend darum, eine Abwehrformation zu finden.

So sieht das Schalker Training aus der Luft aus. Für Trainer Jens Keller geht es bis Samstagabend darum, eine Abwehrformation zu finden.

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Kaan Ayhan und Benedikt Höwedes bilden mit großer Wahrscheinlichkeit das neue Abwehrduo in der Zentrale. Andere Alternativen hat Keller nicht, denn Kyriakos Papadopoulos wurde nach Leverkusen ausgeliehen und Jan Kirchhoff ist verletzt.Und auf den Außenbahnen?Rechts ist Marco Höger ein heißer Kandidat. Das ging beim peinlichen Pokalaus in Dresden zwar schief, doch Atsuto Uchida hat Anfang der Woche bekundet, dass ihm seine Patellasehnenverletzung immer noch Schmerzen bereitet. Dieses Risiko dürfte Schalke kaum eingehen.

Auf der linken Abwehrseite hat Dennis Aogo wohl die besseren Karten gegenüber Christian Fuchs, zumal der Kapitän der österreichischen Nationalmannschaft unter der Woche noch in der EM-Qualifikation aktiv war.

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Ralf Fährmann will die lange Verletztenliste nicht überbewerten, obwohl er sich in bisher jedem Spiel auf neue Vorderleute einstellen musste. Der Schlussmann bleibt entspannt: "Die Spieler üben im Training, auch auf anderen Positionen zu spielen. Natürlich ist es ärgerlich, dass wir momentan den einen oder anderen Verletzten mehr haben als andere Vereine. Aber das ist alles noch im Rahmen."

Ihm selbst geht es nach seiner Trommelfellverletzung wieder besser. Seit Wochenbeginn faustet und fliegt der 25-Jährige beim Training wieder durch den Strafraum. Fährmann: "Ich habe nur noch leichte Probleme, wenn ich viele Stimmen höre und sie dann zuordnen muss. Aber Hauptsache, ich kann wieder trainieren." Fährmann ist fest davon überzeugt, dass Schalke die Ausfälle auffangen kann. "Gegen die Bayern haben wir gezeigt, dass wir eine Mannschaft sind. So müssen wir auch in Mönchengladbach auftreten und 90 Minuten kämpfen", betont der 25-Jährige. Doch eine eingespielte Mannschaft im Deckungsverband sieht anders aus. Trainer Keller ist notgedrungen wieder zur Abwehr-Rotation gezwungen. Ausgerechnet vor dem ersten Mammutprogramm mit sieben Spielen in drei Wochen ist das alles andere als eine günstige Konstellation.

Zumal auch noch nicht sicher ist, ob die angeschlagenen Mittelfeldspieler Julian Draxler (Oberschenkelzerrung) und Max Meyer (Grippe) am Samstag (18.30 Uhr) im Borussia-Park zur Verfügung stehen werden. 

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