Schalkes Derby-Vorbereitung der besonderen Art

Schalke 04

Der Neustart der Bundesliga beginnt für Schalke am 16. Mai (15.30 Uhr) in Dortmund und ist der Auftakt für eine ganz spezifische Vorbereitung auf den Rest der Saison.

Gelsenkirchen

, 07.05.2020, 18:11 Uhr / Lesedauer: 2 min
So jubelte Salf Sané im April 2019 nach seinem Tor in Dortmund.

So jubelte Salf Sané im April 2019 nach seinem Tor in Dortmund. © dpa

Denn es gilt für jeden Bundesligisten, sich an jedes Detail des Hygiene-Konzepts der Deutschen Fußball-Liga zu halten, damit keine neuen Coronafälle auftreten und die Saison bis zum 27. Juni – alle Partien in Form von Geisterspielen – zuende gespielt werden kann. Bis zur Einstellung der Klimaanlage in den Hotels, in denen sich die Profimannschaften zwecks Abschottung aufhalten sollen, ist alles haargenau geregelt. Alle Bundesligamannschaften müssen für sieben Tage vor dem Start in Quarantäne, die für die Blau-Weißen ab dem Wochenende im Hotel beginnt.

Deshalb sprach Schalkes Sportvorstand Jochen Schneider zwar von einer „riesigen Vorfreude“ aufs Derby am 16. Mai (15.30 Uhr) in Dortmund, betonte aber gleichzeitig, „dass wir uns selbstverständlich unserer großen Verantwortung bewusst sind“. Hohe Selbstdisziplin und Eigenverantwortung ist das Gebot der Stunde für Mascarell und Co. Noch einen „Fall Kalou“ kann sich das Milliarden-Unternehmen Bundesliga nicht leisten, sonst wäre seine Glaubwürdigkeit wohl endgültig verspielt.


Zwei Englische Wochen



Von den neun noch auszutragenden Bundesligapartien für Schalke sind erst drei Spieltage zeitgenau terminiert. Neben dem Derby noch die letzten beiden Spieltage: am 20. Juni (15.30 Uhr) empfängt Schalke den VfL Wolfsburg, das Saisonfinale findet eine Woche später (15.30 Uhr) in Freiburg statt. Zwei Englische Woche sieht der neue Bundesligaplan vor. Schalke betrifft das mit den Auswärtspartien in Düsseldorf (26./27. Mai) und Frankfurt (16./17. Juni).

Was die vier Heimspiele der Königsblauen betrifft, so werden die Gastgeber darauf verzichten, die sonst übliche Stadionatmosphäre zum Beispiel durch Lautsprecherdurchsagen zu imitieren. Dies betonte Marketing-Vorstand Alexander Jobst in einem Interview auf der Vereinshomepage.

„Unsere Veltins-Arena steht wie kaum ein anderes Stadion für die Leidenschaft und Energie seiner Anhänger. Diese Wucht ist durch nichts zu ersetzen“, betonte der 46-Jährige. Er habe zwar in den letzten Wochen „unzählige Angebote und Ideen für Simulationen von vermeintlicher Stadionatmosphäre erhalten“, aber mit diesen Ideen habe er sich nie ernsthaft beschäftigt. Jobst: „Ich betrachte sämtliche Animationen und Spielereien als sinnfrei für Schalke 04. Einzig und allein unsere Fans tragen die Atmosphäre in unserer Arena. Diese kann durch nichts ersetzt werden. Wir nehmen die Geisterspiele demnach an wie sie sind, künstlich ausstaffieren müssen und werden wir Geisterspiele nicht – denn das wäre nicht Schalke!“


Sané vor dem Comeback?


Was die sportliche Seite betrifft, so muss Trainer David Wagner seit der Rückkehr ins Mannschaftstraining am Donnerstag nun jede Einheit nutzen, damit seine Spieler schnell die gewohnten Automatismen auf dem Spielfeld wieder umsetzen können. Dabei könnte schon zum Derby in Dortmund der lange verletzte Salif Sané eine neue Option sein. Lizenzspiel-Koordinator Sascha Riether äußerte sich im „Kicker“ optimistisch, was das Comeback des Innenverteidigers betrifft. „Wenn sich der Verlauf so fortsetzt wie bislang, dann kann es gut sein, dass Salif gleich zum Re-Start wieder eine Option ist“, glaubt Riether. Sané hatte sich im November 2019 beim Bundesligaspiel in Augsburg einen Außenmeniskusriss zugezogen.

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