Schalkes Hoffnungsträger Suat Serdar und sein Wettlauf mit der Zeit

Schalke 04

Kann Suat Serdar gegen RB Leipzig spielen? Auf diese Frage gab es am Mittwoch noch keine Antwort. Es wird wohl ein Wettlauf mit der Zeit.

Gelsenkirchen

, 19.02.2020, 18:09 Uhr / Lesedauer: 2 min
Wird auf dem Spielfeld schmerzlich vermisst: Suat Serdar (r.).

Wird auf dem Spielfeld schmerzlich vermisst: Suat Serdar (r.). © dpa

Keine Personalie wird auf dem Schalker Trainingsgelände momentan so heiß diskutiert wie die Fitness von Suat Serdar. Denn der Mittelfeldspieler fehlt den Königsblauen an allen Ecken und Enden, das war in den vergangenen Partien überdeutlich zu sehen.

Als sich der Nationalspieler am 31. Januar beim Bundesligaspiel in Berlin in der Schlussphase humpelnd auswechseln lassen musste, wiegelte der Verein zunächst ab. Das sei keine schwerwiegende Verletzung. Die Diagnose – eine Prellung am Sprunggelenk – hörte sich auch harmlos an, aber sie ist sehr schmerzhaft.

Obwohl Spieler und medizinische Abteilung alles versuchten, damit der Schalker Taktgeber im Mittelfeld wieder fit wird, führten die bisherigen Belastungstests zu keinem Erfolg. Die Schmerzen kehrten immer wieder zurück.

Training ohne Ball

Doch jetzt scheint es Hoffnung zu geben. Denn bei der Vormittagseinheit am Mittwoch stand Serdar auf dem Platz. Allerdings ohne Balltraining, weil nach dem Hallenprogramm noch Steigerungsläufe auf dem Programm standen. Die Nachmittagseinheit ließ der 22-Jährige absprachegemäß dann aus. In den beiden nicht-öffentlichen Trainingseinheiten am Donnerstag und Freitag wird David Wagner das Pensum für Serdar erhöhen. Dann wird man sehen, ob der Mittelfeldspieler in der Heimpartie gegen RB Leipzig eine ernsthafte Option ist.


„Suat hat gezeigt, welche Klasse er besitzt“, lobte kürzlich erst Schalkes Sportvorstand Jochen Schneider die sportliche Entwicklung des 22-Jährigen, der noch bis 2022 bei den Königsblauen unter Vertrag steht. Dass er sich auf Schalke sehr wohl fühlt, hat Serdar in der Vergangenheit mehrfach glaubhaft versichert. Deshalb dürften hinter den Kulissen Gespräche über eine vorzeitige Vertragsverlängerung laufen.


Was wird aus Caligiuri?

Schwieriger gestaltet sich hingegen offenbar eine weitere Zusammenarbeit mit Daniel Caligiuri. Schneider hat zwar verlauten lassen, dass er den 32-Jährigen gern behalten würde, doch dieser ist offenbar nicht zu finanziellen Abstrichen bereit. Deshalb hat sich eine Hängepartie entwickelt. Dass sich Caligiuri eine schwere Innenbandverletzung zugezogen hat und noch einige Wochen ausfallen wird, macht die Entscheidungsfindung für beide Seiten nicht leichter. Werbung in eigener Sache im Hinblick auf andere Vereine kann Caligiuri also zurzeit nicht machen.


Dies ist Jean-Clair Todibo dagegen in seinen letzten Einsätzen für die Königsblauen gelungen. Der vom FC Barcelona ausgeliehene Verteidiger musste zwar beim 0:0 in Mainz wegen Krämpfen ausgewechselt werden, doch Lizenzspielkoordinator Sascha Riether war voll des Lobes nach der Leistung des 20-Jährigen: „Der Junge kann kicken. Das war bisher sein bestes Spiel im Schalke-Trikot“.


Lob für Todibo


Ob noch viele folgen werden, wird man abwarten müssen. Denn Ozan Kabak feierte in Mainz nach seiner Zerrung bereits ein Kurz-Comeback und dürfte am Samstag gegen Leipzig wieder fit sein. Am Mittwoch war beim Training jedenfalls nichts davon zu sehen, dass der türkische Nationalspieler noch sichtbare Beschwerden hätte.


Außerdem spricht gegen eine Weiterbeschäftigung von Todibo die hohe Ablösesumme (25 Millionen Euro). Solche finanziellen Dimensionen dürfte sich Schalke nicht leisten können. Ist der Trainerstab von Todibos Fähigkeiten fest überzeugt, ist allenfalls eine weitere Ausleihe denkbar. Dazu müsste aber der FC Barcelona bereit sein.

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