Schalkes Max Meyer läuft Boateng den Rang ab

Starker Auftritt

Wer beim 3:1 (2:0)-Erfolg gegen 1899 Hoffenheim genau hinsah, bemerkte schnell, dass Kevin-Prince Boateng wohl kein Interesse mehr daran hat, ernsthaft um einen Stammplatz beim FC Schalke zu kämpfen. Seine Körpersprache wirkt längst so, als habe er innerlich mit dem Kapitel Schalke abgeschlossen. Im Gegensatz zu Max Meyer.

GELSENKIRCHEN

08.03.2015, 21:04 Uhr / Lesedauer: 1 min
Schalkes Jungstar Max Meyer dürfte sich einen Stammplatz zurückerkämpft haben.

Schalkes Jungstar Max Meyer dürfte sich einen Stammplatz zurückerkämpft haben.

Aufreizend lustlos spulte der zweifache WM-Teilnehmer sein Aufwärmprogramm ab und trottete lässig hinter den übrigen Auswechselspielern hinterher, als klar war, dass er nicht zum Einsatz kommen würde.

Geackert und gekämpft 

Größer hätte der Unterschied zu seinem Mittelfeldkonkurrenten Max Meyer kaum sein können, als an diesem Samstag. Meyer kämpfte und ackerte, als gebe es kein Morgen. Belohnt wurde der 19-Jährige für seinen unermüdlichen Einsatz mit zwei Toren (41. und 53.), dem ersten Doppelpack in seiner Bundesligakarriere. 

Wie groß sein Ehrgeiz war, nachdem er ausgerechnet beim Derby in Dortmund für 90 Minuten die Ersatzbank drücken musste, machten die Wadenkrämpfe deutlich, die Meyer ab der 80. Minute plagten. Doch diese Leidenschaft kommt auf Schalke an und wurde mit viel Beifall von den Rängen belohnt.

Begeisterter Di Matteo 

Und auch Trainer Roberto Di Matteo war begeistert. "Max hat überragend gespielt. Er hat genau das geschafft, was wir von ihm erwarten, nämlich Spiele zu entscheiden." Bisher stand der Schalker Trainer nicht in Verdacht, ein Meyer-Fan zu sein. Der 19-Jährige kam zwar kontinuierlich zum Einsatz, doch in Spielen gegen Topteams vertraute Di Matteo meistens Boateng.

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Bundesliga, 24. Spieltag: FC Schalke 04 - 1899 Hoffenheim 3:1 (2:0)

Bilder der Bundesliga-Partie zwischen dem FC Schalke 04 und 1899 Hoffenheim.
06.03.2015
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Bilder der Partie Schalke gegen Hoffenheim.© Foto: dpa
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Doch jetzt dürften sich diese Kräfteverhältnisse verschoben haben. Meyer bekräftigte: "Ich war natürlich nicht begeistert, dass ich in Dortmund nicht spielen durfte. Mein Anspruch ist es, in jeder Partie von Anfang an dabei zu sein." In dieser Verfassung dürfte an ihm kein Weg vorbei gehen.

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