Schalkes Pokalgegner Schweinfurt freut sich auf das Spiel des Jahres

Schalke 04

Trotz eines Geisterspiels fiebert Scheinfurt 05 dem Aufeinandertreffen mit Schalke 04 im DFB-Pokal entgegen. Dabei rechnet sich der bayerische Regionalligist eine kleine Erfolgschance aus.

Gelsenkirchen

, 03.11.2020, 07:09 Uhr / Lesedauer: 2 min
Markus Wolf, Präsident von Schweinfurt 05.

Markus Wolf, Präsident von Schweinfurt 05. © dpa

Bei Schweinfurt 05 ist die Vorfreude auf das Pokalspiel am Dienstag auf Schalke groß. „Das ist nicht irgendein Bundesligist, das ist Schalke 04. Ich will keinem anderen Club zu nahe treten, aber das hat Tradition, das ist Geschichte“, sagte der Schweinfurter Coach Tobias Strobl. Schalke sei für ihn ein „Traumlos“.

Egal, wie die Partie ausgeht, danach muss der bayerische Regionalligist wegen der Corona-Pandemie aber wohl erst einmal mit einer längeren Zwangspause rechnen. Noch läuft eine Umfrage unter den 17 Vereinen, ob sich der Verband bemühen soll, die Regionalliga als Profiliga einstufen zu lassen. Im Frühjahr hatten sich alle bayerischen Regionalligisten für eine Pause ausgesprochen. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass es diesmal ebenfalls dazu kommt.

Mit dem Bus ins Ruhrgebiet

Zuvor will Schweinfurt aber alles daran setzen, um in der Veltins-Arena eine Pokalsensation zu schaffen. Beim letzten Aufeinandertreffen gegen Schalke im DFB-Pokal schlugen sich die bayerischen Spieler auch schon beachtlich und verloren im heimischen Willy-Sachs-Stadion lediglich mit 0:2.

Am Montag machte sich der Regionalligist mit dem Bus ins Ruhrgebiet. Die „Generalprobe“ gegen Memmingen fiel wegen der Corona-Testungen vor dem Pokalmatch aus. „Wir wollten kein Risiko eingehen, weil wir vor dem Schalke-Spiel vier Corona-Tests absolvieren müssen“, sagte Schweinfurts Trainer Tobias Strobl.

Traum von der Sensation

Am Samstag gab er seinen Spielern frei. „Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Viertligist einen Bundesligisten rauskegelt, ist eh nicht die größte. Wir denken aber, dass wir trotzdem immer noch eine kleine Möglichkeit haben“, sagte Strobl, und Torwart Luis Zwick bekräftigte den Anspruch, „das Bestmögliche rauszuholen und mit aller Macht zu versuchen, die Sensation zu schaffen“.

„Wir werden aktiv spielen, das kann ich sagen“, kündigte Strobl vor dem so ungleichen Kräftemessen an. „Wir probieren, auch offensiv Akzente zu setzen.“ Strobl hat noch einige Akteure im Kader, die 2018 beim 0:2 Schalke herausforderten. Der aktuelle Schweinfurter Coach war selbst damals aber noch beim FC Ingolstadt II angestellt.

Für Schalke-Trainer Manuel Baum als gebürtigen Landshuter ist Schweinfurt kein unbekannter Verein. „Ich kenne Trainer und Mannschaft ganz gut und ich weiß, dass es ein ambitionierter Klub ist, der schnell in die 3. Liga aufsteigen will“.

Schweinfurts Präsident Markus Wolf, der sich auch als Sponsor seines Herzensclub engagiert, hätte sicherlich nichts dagegen, dass dieses Ziel schnell erreicht wird.

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