Souveräner 3:0-Erfolg bei 1860 München

DFB-Pokal

MÜNCHEN Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin! Über die Stationen Köln (gegen Windeck), Bochum und München hat der FC Schalke die Hauptstadt ins Visier genommen. Nach einem souveränen 3:0 (1:0)-Sieg beim Zweitligisten 1860 München zogen die Gelsenkirchener ins DFB-Pokal-Viertelfinale ein.

von Von Heiko Buschmann

, 29.10.2009, 10:51 Uhr / Lesedauer: 2 min
Nach dem souveränen 3:0-Sieg steht Schalke im Viertelfinale des DFB-Pokals.

Nach dem souveränen 3:0-Sieg steht Schalke im Viertelfinale des DFB-Pokals.

Die Tore erzielten Rafinha in der 40. Minute im zweiten Anlauf, ehe Benedikt Höwedes kurz nach dem Seitenwechsel für die Vorentscheidung sorgte. Das 3:0 zehn Minuten vor dem Ende wieder durch Höwedes war nur noch ein Bonbon, denn zuvor hatte Schiedsrichter Markus Schmidt den Schalker Youngstern Christoph Moritz (45.) und Lukas Schmitz (51.) aus unersichtlichen Gründen weitere Erfolge verweigert. „Das war ein schöner Abend für uns und natürlich insbesondere für mich. Zwei Tore in einem Spiel habe ich lange nicht gemacht. Das letzte Mal war es in der Jugend“, frohlockte Höwedes. Nun wartet auf die Königsblauen am Samstag (18.30 Uhr) aber zunächst das nächste Spitzenspiel in der Bundesliga, wenn Tabellenführer Bayer Leverkusen im eigenen Stadion gastiert. „Ich will auch nach solch einer guten Partie nicht davon reden, dass wir ein Spitzenteam sind.   Magath hält den Ball flach Aber wir arbeiten daran, dass wir eins werden“, hielt Erfolgstrainer Felix Magath trotz des anhaltenden Aufwärtstrends seiner Mannschaft den Ball flach. Der Fußballlehrer konnte sich gegen nur in der ersten halben Stunde fauchende Löwen, die durch Aigner und Ignjovski in der 37. Minute zu ihrer einzigen hundertprozentigen Möglichkeit kamen, sogar den Luxus erlauben, in Mineiro und Jefferson Farfan zwei seiner Stammkräfte zu schonen. „Wir haben 26 Mann im Kader. Da kann es schon mal passieren, dass der eine oder andere draußen bleibt. Gerade Jefferson wird eine Pause gut tun, denn er spielt immer mit großem Einsatz“, erklärte Magath seine Maßnahme, den Brasilianer gar nicht erst nach München mitzunehmen und den Peruaner auf der Bank zu lassen. Auf der Suche nach neuen Geldquellen Für die klammen Schalker war der Einzug ins Viertelfinale auch aus finanziellen Gründen enorm wichtig. Für die Runde der letzten Acht kassieren die Königsblauen 1.037.000 Euro. Dazu kommen die Einnahmen aus dem Verkauf der Eintrittskarten. In den ersten drei Runden kamen bereits 831.000 Euro aus den Garantiesummen des DFB zusammen. Im Halbfinale winken 1.750.000 Euro, in Berlin darf der unterlegen Finalist 2.000.000 Euro, der Pokalsieger noch eine Million mehr einstreichen. Auf der Suche nach neuen Geldquellen stehen offenbar die Namensrechte der Arena auf dem Spiel. Zurzeit und noch bis 2015 hält diese die Brauerei Veltins inne und zahlt dafür Schalke jährlich vier Millionen Euro. Der Vertrag mit den Bierspezialisten aus dem Sauerland beinhaltet sowohl eine Option zur Verlängerung um fünf Jahre als auch eine vorzeitige beiderseitige Ausstiegsklausel für den Fall, dass ein Partner mehr Geld bietet. RWE wohl nicht interessiert So soll das ehemalige S04-Aufsichtsratsmitglied Dr. Peter Paziorek, beim Energieversorger RWE vorgefühlt haben, ob Interesse an den Namensrechten des WM-Stadions bestünde. Das Essener Unternehmen soll abgelehnt haben, da der große Einstieg auf Schalke derzeit nicht in die Konzernstrategie passe.

Lesen Sie jetzt