Steven Skrzybski brennt auf Startelf-Einsatz gegen Wolfsburg

Schalke 04

Nominell hat der FC Schalke 04 sieben Stürmer in seinem Kader. Aber mit Ausnahme von Mark Uth konnte bisher keiner überzeugen. Steven Skrzybski wittert seine Chance.

Gelsenkirchen

, 16.11.2020, 18:37 Uhr / Lesedauer: 2 min
Dynamisch beim Torschuss: Steven Skrzybski (Mitte).

Dynamisch beim Torschuss: Steven Skrzybski (Mitte). © dpa

Uth traf bisher als einziger Schalker Spieler immerhin doppelt, ansonsten ist die Torflaute in der Offensive eines der großen Probleme im Spiel der Königsblauen.

Ein kleiner Lichtblick ist jedoch die Entwicklung von Steven Skrzybski, dessen Leistungskurve langsam nach oben weist. Mit zwei Torvorlagen beim Schalker 4:1-Pokalerfolg gegen Schweinfurt 05 machte der Berliner positiv von sich reden.

Dass er sich danach beim Bundesligaspiel in Mainz zunächst wieder auf der Ersatzbank wiederfand, stachelte seinen Ehrgeiz offenbar eher noch an. Kaum eingewechselt, bereitete er das 2:2 für seine Farben in der Schlussphase vor.

Nun hofft der 27-Jährige, dass er in den nächsten Wochen öfter zum Einsatz kommen wird. „Ich würde mich sehr freuen, wenn’s so wäre. Ich hätte mich auch gegen Mainz schon gefreut, wenn es so weit gewesen wäre,“ sagte Skrzybski am Montag in einer digitalen Medienrunde.

„Wir müssen es auch zeigen“

Aber die Entscheidungsgewalt liege beim Trainer. „Da gibt’s für mich nur zwei Varianten: Entweder man gibt Vollgas, wenn man reinkommt, oder man verkriecht sich ein Stück weit in sein Schneckenhaus“, betonte der Berliner. „Jeder, der mich kennt, weiß, dass für mich nur eine Alternative zählt, dass ich Vollgas gebe und versuche, der Mannschaft zu helfen – so wie es auch schon gegen Mainz war. Deshalb hoffe ich, gegen Wolfsburg starten zu können.“

Mut machen ihm dabei auch die zuletzt gewonnenen Eindrücke, die er gewonnen hat. „Man hat so das Gefühl, dass jeder wieder für jeden da ist. Deshalb bin ich positiv gestimmt“, sagte er. „Aber es hilft nicht, wenn wir nur darüber reden, wir müssen es auch zeigen.“

Neue Kritik am Vorstand

Vielleicht kann auch Suat Serdar schon im nächsten Bundesligaspiel gegen den VfL Wolfsburg dabei mithelfen, dass Schalke seine Negativserie von 23 Bundesliga-Partien ohne Sieg beendet. „Jeder, der Suats Qualitäten kennt, weiß, dass er sehr wichtig ist als Spieler von Box zu Box“, sagt Steven Skrzybski. „Er kann selbst den Abschluss suchen, aber auch die Mitspieler in Szene setzen. Er ist enorm lauffreudig und, glaube ich, auch zweikampfstark. Er ist ein Spieler, auf den wir uns freuen, dass er zurückkommt.“

Dabei geht es nicht nur darum, mit Schalke die Abstiegsregion zu verlassen, sondern bei Skrzybski auch um das eigene Interesse. Am Saisonende läuft der Vertrag von Skrzybski, der 2018 von Union Berlin zu den Königsblauen gewechselt war, aus.

Mangelnde Transparenz?

Heftiger Kritik sieht sich derweil wieder einmal der Schalker Vorstand ausgesetzt, weil laut „Bild“ drei langjährige Abteilungsleiter gehen müssen. Das Klima auf der Schalker Geschäftsstelle hatte erst letzte Woche gegenüber dieser Zeitung das frühere Wahlausschussmitglied Stefan Barta heftig kritisiert.

Nun äußert sich der „Schalke Supporters Club“ auf seiner Facebook-Seite und das Fan-Magazin „Schalke Unser“ in ähnlicher Weise. Ihre Hauptkritikpunkte lauten: Mangelnde Transparenz und fehlende Professionalität in der Führungsetage seien offenkundig. „Schalke Unser“ schreibt: „Es gibt keinen Grund, jetzt stumm zu bleiben und zuzuschauen, wie wir auf einen Eisberg zutreiben, während die auf der Brücke die Warnrufe aus dem Maschinenraum ignorieren.“

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