Stevens und Schalke sorgen für Frust beim HSV

Königsblau siegt

HAMBURG. Die HSV-Fans waren in Feier-Stimmung, viele hatten Tränen vor Rührung in den Augen. Doch die kollektive Freude herrschte lediglich vor dem Spiel, als „Kult-Masseur“ Hermann Rieger zum 70. Geburtstag gratuliert wurde. Gut 90 Minuten später jubelten nur noch Schalkes Fans: Trainer Huub Stevens glückte mit einem 2:1 (1:1)-Sieg beim HSV eine erfolgreiche Bundesliga-Rückkehr.

Hamburg

von Von Frank Leszinski

, 02.10.2011, 19:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Hamburgs Dennis Aogo (l) und Schalkes Jefferson Farfan kämpfen um den Ball.

Hamburgs Dennis Aogo (l) und Schalkes Jefferson Farfan kämpfen um den Ball.

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Fußball-Bundesliga: HSV - FC Schalke 04

Durch zwei Tore von Klaas-Jan Huntelaar konnte sich der FC Schalke 04 auch im zweiten Spiel unter Huub Stevens durchsetzen. 2:1 gewannen die Königsblauen gegen den HSV.
02.10.2011
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Jefferson Farfan hält sich bisher alle Optionen offen.© Foto: dpa
Der Peruaner Paolo Guerrero im Kopfballduell mit Lewis Holtby.© dpa
Zwei mal hohes Bein: Robert Tesche (l.) und der Schalker Defensivspezialist Kyriakos Papadopoulos.© dpa
Mladen Petric, hier noch nicht zu erkennen, zog sich nach dem zwischenzeitigen Ausgleich ...© dpa
... zum Jubeln sein Trikot aus ...© dpa
... und riskierte damit eine gelbe Karte.© dpa
Ebenso der Ex-Dortmunder Mladen Petric (r). und Marco Höger.© dpa
Robert Tesche (l.) und der Schalker Lewis Holtby kämpfen um den Ball.© dpa
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Schalke erwischte einen ähnlich guten Start wie am Donnerstag: In der 13. Minute gingen die Gäste durch einen schönen Kopfball von Huntelaar nach feiner Flanke von Höger in Führung. Die andere Parallele zum Haifa-Spiel dürfte Stevens indes nicht so gut gefallen haben: Denn nach und nach gaben die Königsblauen die Zügel aus der Hand und kamen so in die Bredouille. In der 16. Minute war das noch nicht weiter schlimm, weil Fährmann gegen Petric parieren konnte. Aber in der 38. Minute hatte Hamburgs Bester die Schalker Abwehr dann „geknackt“: Nach einem Ballverlust von Höwedes wurde Petric auf die Reise geschickt und erzielte das 1:1 – auch Fährmann hatte in seinem Torhüter-Leben schon bessere Momente. Nach dem Seitenwechsel brachte Stevens Draxler für den angeschlagenen Farfan, das aktivere Team war danach der Hamburger SV. Glück für Schalke, als Fährmann einen Schuss von Petric durchrutschen ließ, der Ball aber neben das Tor ging (59.).

Bis zur 73. Minute hatte sich der HSV ein deutliches Torschuss-Plus herausgespielt – ein Wert freilich, von dem sich der HSV nichts kaufen konnte. Erst recht nicht nach dieser 73. Minute: Denn in der erzielte Huntelaar seinen zweiten Treffer des Tages – nach einer Flanke von Fuchs war der Niederländer erneut zur Stelle und markierte schon seinen siebten Bundesliga-Treffer in dieser Saison.

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Durch zwei Tore von Klaas-Jan Huntelaar konnte sich der FC Schalke 04 auch im zweiten Spiel unter Huub Stevens durchsetzen. 2:1 gewannen die Königsblauen gegen den HSV.
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Jefferson Farfan hält sich bisher alle Optionen offen.© Foto: dpa
Der Peruaner Paolo Guerrero im Kopfballduell mit Lewis Holtby.© dpa
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Mladen Petric, hier noch nicht zu erkennen, zog sich nach dem zwischenzeitigen Ausgleich ...© dpa
... zum Jubeln sein Trikot aus ...© dpa
... und riskierte damit eine gelbe Karte.© dpa
Ebenso der Ex-Dortmunder Mladen Petric (r). und Marco Höger.© dpa
Robert Tesche (l.) und der Schalker Lewis Holtby kämpfen um den Ball.© dpa
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Übrigens akribisch notiert von Huub Stevens – er machte sich während des Spiels so fleißig Notizen, als sei er nie weggewesen. Obwohl HSV-Trainer Rodolfo Cardoso danach alles auf die Offensiv-Karte setzte, erholten sich die Hamburger nicht mehr von diesem Schock.

Schalke überstand auch die letzte Drangperiode der nun kopflos agierenden Gastgeber und hat sich durch den Sieg auf den vierten Tabellenplatz verbessert. Der Hamburger SV, der durch die Augsburger Niederlage am Samstag den Sprung auf den vorletzten Tabellenplatz geschafft hatte, ist nun dagegen erst mal wieder am Tabellenende zu finden. Huub Stevens, von den HSV-Fans mit Pfiffen begrüßt, durfte also den ersten Bundesliga-„Dreier“ nach seiner Rückkehr notieren. Dem HSV blieb nur die Freude über den gebührend gefeierten 70. Geburtstag von Kult-Masseur Hermann Rieger. Sportlich ist nach dem kurzen Höhenflug dagegen nun wieder Tristesse beim Bundesliga-Dino angesagt.

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