Stichtag: Am 4. Mai 1904 wird der Mythos Schalke geboren

Schalke 04

Der 4. Mai 1904 wird immer ein ganz besonderer Tag in der Klubgeschichte des FC Schalke 04 sein. Denn dieser Tag gilt als Gründungsdatum des Vereins.

Gelsenkirchen

, 04.05.2020, 14:15 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der FC Schalke 04 feiert am 4. Mai seinen 116. Geburtstag.

Der FC Schalke 04 feiert am 4. Mai seinen 116. Geburtstag. © dpa

Wie jede Religion, hat auch der FC Schalke 04 seine Legende. In deren Anfang stand nicht das Wort, sondern eine Wiese. Uneben soll sie gewesen sein, am zerfallenen Herrschaftssitz „Haus Goor“ gelegen. In Gelsenkirchen, dort, wo die Luft nach Kohle roch und das Leben harte Maloche war. Hier trafen sich im Frühling 1904 ein paar jugendliche Arbeiter zum Fußballspielen. Sie sind Schüler und Lehrlinge auf der Zeche und bei der Herdfabrik Küppersbusch und gründeten in einem Lokal einen Verein: Westfalia Schalke.




Einen Verein, der keine Zukunft zu haben schien. Geld war keins da – nicht für einen eigenen Platz, anfangs nicht einmal für einen eigenen Ball. Dazu verweigerte der bürgerlich orientierte Verband die Anerkennung - Westfalia galt als „wilder“ Verein, als saufende Arbeiterclique, als proletarisches Produkt der Straße. Nur dem ungebrochenen Willen und den Anstrengungen der Mitglieder war es zu verdanken, dass der Verein überlebte und in den folgenden Jahrzehnten Fußballgeschichte schrieb. Die Vereinsfarben: Rot und Gelb – ein Holland-Import. In diesen Farben tritt eine niederländische Mannschaft an, die damals in Gelsenkirchen zu Gast ist.



Acht Arbeitersöhne gründen Westfalia Schalke


Zeugnisse der Vergangenheit gibt es nicht mehr – weder ein Notizbuch noch ein Foto. Einige wenige mündliche Überlieferungen werden in den Folgejahren anlässlich der Vereinsjubiläen in den Zeitungen abgedruckt und verdichten sich im Laufe der Jahre zum Mythos vom Schalker Markt.



Willy Gies, Josef Ferse, Viktor Krogull, Johann Kessel, Heinrich Kullmann, Adolf Oetzelmann, Josef Seimetz und Willy van den Berg heißen die acht Arbeitersöhne, die damals trotz ihres großen Enthusiasmus nicht ahnen können, dass sie an jenem Tag die Grundlage für einen Verein schaffen, der später als FC Schalke 04 (ab 1924) für Furore sorgt.

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