Stichtag: Edu und seine Sternstunde am 5. April 2011

Schalke 04

Als Schalke im Viertelfinale der Champions League Titelverteidiger Inter Mailand zugelost wird, löst dieses Los keinen Jubel aus. Doch der 5. April 2011 wird eine Schalker Sternstunde.

Gelsenkirchen

, 05.04.2020, 06:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Völlig losgelöst: So jubelte Raul nach seinem Treffer zum 3:2 in Mailand.

Völlig losgelöst: So jubelte Raul nach seinem Treffer zum 3:2 in Mailand. © dpa

Joel Matip ist fassungslos. „Ich muss erst einmal begreifen, was hier gelaufen ist,“ sagt Schalkes Verteidiger nach dem sensationellen 5:2-Erfolg des Bundesligisten.

Zunächst läuft alles nach Plan. Zumindest aus Mailänder Sicht. Dejan Stankovic bringt Inter schon nach 27 Sekunden mit einem 50-Meter-Lupfer in Führung. Es ist der Auftakt zu einem Thriller.


In der 17. Minute spitzelt Matip den Ball aus dem Gewühl ins Tor. Es folgt wieder Inter, Diego Milito schießt in der 33. Minute das 2:1. Sieben Minuten später wieder Schalke, diesmal egalisiert Edu mit einer Art Sprunggrätsche. 2:2 zur Halbzeit.

In der 53. Minute trifft Raul nach feinem Zuspiel von Farfan. Und nach dem Eigentor von Andrea Ranocchia in der 57. Minute erstarrt Mailands Defensive zu einer kollektiven Salzsäule. Farfan und Raul marschieren nun durch die Abwehrreihen wie durch zufällig aufgestellte Slalomstangen.

Trainer Rangnick bleibt ganz cool


Das 5:2 ist die Folge. Wieder heißt der Torschütze Eduardo Gonçalves de Oliveira, kurz Edu, der wohl sein bestes Spiel im Schalker Trikot macht. Schalkes-Trainerrückkehrer Ralf Rangnick bleibt nach diesem Triumph cool: „Wir haben vor dem Spiel eine offensive Aufstellung gewählt. Und das haben wir bewusst getan, weil wir wussten, dass wir hier nicht nur defensiv spielen durften.“


14 Jahre nach dem UEFA-Pokal-Triumph erobern die Königsblauen somit ein zweites Mal das Giuseppe-Meazza-Stadion und legen den Grundstein für das Weiterkommen. Das Rückspiel wird mit 2:1 gewonnen. Erst im Halbfinale ist gegen Manchester United für Schalke Endstation.

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