Schalkes erster Bundesliga-Torhüter Horst Mühlmann hat ein viel zu kurzes, aber bewegtes Leben geführt. Am 17. November 1991 verstirbt er im Alter von nur 51 Jahren nach schwerer Krankheit.

Gelsenkirchen

, 17.11.2020, 07:08 Uhr / Lesedauer: 1 min

Fußball spielt Horst Mühlmann in der Jugend zunächst dort, wo jeder Junge im Nachkriegsdeutschland spielte: Auf Bolzplätzen und auf der Straße. Dann trat er dem BV Brambauer bei und wurde Torwart.

In den folgenden Jahren zeigte er so starke Leistungen, dass sich viele Vereine um ihn rissen. Er entschied sich für den FC Schalke 04. Platz acht in seiner ersten Bundesligasaison mit den Königsblauen ist ein respektables Ergebnis.

Konkurrenz durch Toth

In der Premierenspielzeit der Bundesliga 1963/1964 verpasst Host Mühlmann lediglich vier Partien. Ein Jahr später indes bekommt der Torhüter ernstzunehmende Konkurrenz. Gyula Toth macht ihm den Platz zwischen den Pfosten streitig, sodass er nur noch auf neun Einsätze kommt.

Zwar verlässt der Ungar 1965 den Verein, dann aber wird Nachwuchsmann Josef Elting neue Stammkraft zwischen den Pfosten. Somit ist 1966 nach 42 Bundesligaspielen das Kapitel „Schalke 04“ für Mühlmann beendet.

Glanzvolle Karriere in den USA

Er wechselt zunächst zum Bonner SC und später in die USA. Dort ist Mühlmann weiterhin als Fußballer bei den Kansas City Spurs aktiv, bis ihn eine andere Sportart für sich entdeckt. Späher der National Football League (NFL) werden auf den Mann aufmerksam, der den Ball von einem Tor zum anderen schießen kann.

Mühlmann wird zum „Kicker“ umgeschult und spielt für die Kansas City Chiefs, die Philadelphia Eagles sowie die Cincinatti Bengals. Er ist der erste deutsche NFL-Star und verdient gutes Geld. Nach der Rückkehr aus den USA lebt Mühlmann bis zu seinem Tod zusammen mit seiner Familie in Selm.

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