Tedesco hatte unruhige Nächte vor dem Gespräch mit Fährmann

Schalke 04

Den ersten Paukenschlag gab es schon vor dem Spiel: Trainer Domenico Tedesco setzte im Tor auf Alexander Nübel statt Ralf Fährmann. So begründete der Trainer seine Entscheidung.

Gelsenkirchen

, 20.01.2019, 21:38 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ungewohnter Anblick: Kapitän Ralf Fährmann auf der Bank, hier zwischen Cedric Teuchert (l.) und Ahmed Kutucu.

Ungewohnter Anblick: Kapitän Ralf Fährmann auf der Bank, hier zwischen Cedric Teuchert (l.) und Ahmed Kutucu. © imago

Es war so etwas wie der finale Wechsel-Wahnsinn: Alle drei möglichen Einwechslungen nahm Domenico Tedesco gegen den VfL Wolfsburg in der Nachspielzeit vor. Aber das große Thema rund ums Spiel war ein ganz anderer Wechsel. Natürlich.

Denn die Entscheidung, Ralf Fährmann auf die Bank zu setzen und Alexander Nübel das Vertrauen im Tor zu schenken, war ein „Hammer“ – auch für Tedesco: „Sie können sich vorstellen, dass ich vor dem Gespräch mit Ralf einige unruhige Nächte hatte. Umso erleichterter bin ich, wie er das aufgenommen hat. Aber ich habe es auch nicht anders erwartet. Ralf ist ein Riesen-Typ, ein echter Kapitän.“

„Wir hatten den Eindruck, dass Ralf in der Hinrunde nicht ganz frei war“

Das Trainer-Team habe, so Tedesco, lange und intensiv über die Torhüter-Frage diskutiert, die Meinung von Torwart-Trainer Simon Henzler habe dabei auch eine große Rolle gespielt. „Irgendwie“, so Tedesco, „hatten wir den Eindruck, dass Ralf in der Hinrunde im Kopf nicht ganz frei war. Als Kapitän musste er natürlich auch viele andere Dinge ansprechen, und irgendwann ging das dann auch zu Lasten der Leistung.“

Nübel genießt nun vorerst das Vertrauen. Fährmann verließ die Arena-Katakomben höflich grüßend, aber kommentarlos.

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