Tönnies und die positiven Signale von Jefferson Farfan

Totale Kehrtwende

Neben den Innenverteidigern Joel Matip und Benedikt Höwedes gehörte Jefferson Farfan auch gegen den VfL Wolfsburg zu den stärksten Schalker Spielern - gegen den Klub also, bei dem der Peruaner im Winter fast gelandet wäre.

GELSENKIRCHEN

von Von Norbert Neubaum

, 11.04.2011, 08:57 Uhr / Lesedauer: 2 min
Präsentiert sich derzeit in prächtiger Form: Jefferson Farfan (l.)

Präsentiert sich derzeit in prächtiger Form: Jefferson Farfan (l.)

Farfan, seit 2008 auf Schalke, galt in der jüngeren Vergangenheit trotz eines bis 2012 laufenden Vertrages als chronisch wechselwillig. Doch mittlerweile mehren sich die Anzeichen, dass der 26-Jährige vielleicht sogar zum „Dauerbrenner“ in Königsblau werden könnte. Trainer Ralf Rangnick hat schon bei seinem Amtsantritt vor drei Wochen auf Farfans Bedeutung hingewiesen, die starken Leistungen des Stürmers bestätigen ihn nun. Genau wie Rangnick hat auch S04-Manager Horst Heldt ein erstes Personalgespräch mit Farfan geführt und geht davon aus, „dass wir das demnächst konkretisieren werden“. Aufsichtsratschef Clemens Tönnies ist sehr optimistisch, dass Farfan auf Schalke verlängert: „Jeff ist ein genialer Spieler. Ich glaube, wir können ihn halten. Er hat uns ein Signal gegeben.“Genau wie bei Manuel Neuer müsste Jefferson Farfan dann noch spätestens in diesem Sommer verlängern oder verkauft werden.

Denn wenn Neuer und Farfan ihre aktuellen Verträge lediglich erfüllen, wären sie 2012 ablösefrei. Und das wird sich Schalke trotz der nun durch das mögliche Erreichen des Halbfinales winkenden Zusatzeinnahmen durch die Champions League nicht leisten können.

  • Masken-Mann: Christoph Metzelder fehlte wegen seines Nasenbeinbruchs auch gegen Wolfsburg – der Verteidiger gehörte nicht mal zum Kader. Trainer Ralf Rangnick war das Risiko eine Einsatzes zu groß – trotz der Gesichtsmaske, die Metzelder zum Schutz trägt, könne er nicht problemlos in Kopfballduelle gehen. Und gerade gegen Wolfsburg, so Rangnick weiter, sei Kopfballstärke im Defensivbereich gefragt gewesen.
  • Verbindlichkeiten: Horst Heldt bestätigte die Meldung, dass Rosenborg Trondheim die Ablösesumme für Anthony Annan (ca. 2,5 Mio. Euro) noch nicht bekommen habe. Schalkes Manager kritisierte die Art und Weise des Trondheimer Protestes und wies auf besondere Vertragsmodalitäten hin, die eine Zahlung noch nicht erforderlich machen würden. Außerdem, so Heldt, müsse Schalke oft noch viel länger auf Ablöse-Eingänge warten.

 

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