Ultras üben massive Kritik an den Schalker Bossen und Gremien

Schalke 04

Das war fast zu erwarten: Die mächtige Fan-Gruppierung der Ultras Gelsenkirchen hat sich zu Wort gemeldet und massive Kritik an den Schalke-Bossen und einigen Vereinsgremien geübt.

Gelsenkirchen

, 22.06.2020, 16:50 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Ultras Gelsenkirchen üben heftige Kritik.

Die Ultras Gelsenkirchen üben heftige Kritik. © dpa

Schalke habe sich in den vergangenen Wochen „der Lächerlichkeit preisgegeben“. Es habe sich eine „desaströse Situation“ rund um den FC Schalke 04 entwickelt. Wörtlich heißt es unter anderem: „Selten hat unser Verein ein katastrophaleres Bild abgegeben als in dieser Spielzeit. Neben einer sportlich desolaten Rückrunde, mit bisher gerade einmal acht Toren und einer historischen Sieglos-Serie, sind es vor allem die Gremien und Vereinsverantwortlichen, die unseren Verein Woche für Woche der Lächerlichkeit preisgeben und jeglichen Kontakt zur Gelsenkirchener Realität verloren zu haben scheinen. So unglaublich es derzeit scheint, die elementaren Probleme unseres Vereins liegen nicht auf dem Platz. Sowohl Vorstand als auch Aufsichts- und Ehrenrat haben sich in jüngster Vergangenheit mehr als einen Fehltritt geleistet“.

Deshalb wollen die Ultras eine Rückbesinnung auf die Werte des FC Schake 04. „Die gesamte Saison ist eine moralische Bankrotterklärung. Ein Ausverkauf der Schalker Werte, die zu Marketingzwecken zwar gern benutzt, ansonsten aber mit Füßen getreten werden. Der Verein verliert zunehmend an Glaubwürdigkeit und Identifikation. Das familiäre Gefühl, was diesen Verein so besonders macht, scheint es nur noch unter den Fans zu geben. Mit Erschrecken stellen wir fest, dass sich die Entscheidungsträger schon längst von unseren Werten und Idealen abgewendet haben. Währenddessen schaut ein Großteil der Mitglieder fassungslos darauf, was aus unserem Verein geworden ist.“

Am Ende der Stellungnahme heißt es: „Eines ist sicher: Wir werden uns den Verein nicht nehmen und schon gar nicht zerstören lassen. Der Verein muss sich wieder auf sein Leitbild zurückbesinnen und seiner darin enthaltenen sozialen Verantwortung gerecht werden. Zur neuen Saison fordern wir daher einen klaren Schlussstrich und damit verbunden einen Neuanfang und die Rückbesinnung auf alte Tugenden und Grundwerte sowie unser Leitbild. Ebenso scheint eine Aufarbeitung unserer finanziellen Situation unerlässlich. Wir haben keinen Bock mehr auf Ausreden oder Entschuldigungen. Wer die Schalker Werte nicht lebt, muss den Verein verlassen.“

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